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Der Sommer schiebt Überstunden

Der September verabschiedet sich mit schönem Wetter. Es war im langjährigen Durchschnitt ein heisser Monat mit sehr viel Sonnenschein. Beim Niederschlag gab es regional grosse Unterschiede.

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Am Morgen oft Nebel oder Hochnebel, danach Sonne. St. Gallen erhielt in diesem September 60 Sonnenstunden mehr als im langfristigen Durchschnitt: Romeo dehnt sich auf einem Steg auf den drei Weiern oberhalb der Stadt St. Gallen. ( 29. September 2011)
Am Morgen oft Nebel oder Hochnebel, danach Sonne. St. Gallen erhielt in diesem September 60 Sonnenstunden mehr als im langfristigen Durchschnitt: Romeo dehnt sich auf einem Steg auf den drei Weiern oberhalb der Stadt St. Gallen. ( 29. September 2011)
Keystone
Die Temperaturen klettern schon seit Tagen über 20 Grad und knacken mancherorts die Sommer-Marke von 25 Grad: Ein Mann schaut auf Schwäne in Zürich. (26. September 2011)
Die Temperaturen klettern schon seit Tagen über 20 Grad und knacken mancherorts die Sommer-Marke von 25 Grad: Ein Mann schaut auf Schwäne in Zürich. (26. September 2011)
Keystone
Das schöne Wetter beglückt die ganze Schweiz: Sonnenschein am Quai von Lugano. (22. September 2011)
Das schöne Wetter beglückt die ganze Schweiz: Sonnenschein am Quai von Lugano. (22. September 2011)
Keystone
Dabei hat bereits die Marroni Saison begonnen: Röstkastanien in Lugano am 22. September 2011.
Dabei hat bereits die Marroni Saison begonnen: Röstkastanien in Lugano am 22. September 2011.
Keystone
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Die Hitze des hochsommerlichen Augustendes hat sich zunächst in den September ausgedehnt. Mitte Monat hielt zwar der Winter Einzug, nach 24 Stunden war der Spuk aber vorbei und seither herrscht der Altweibersommer. Am 3. September stiegen die Temperaturen auf über 30 Grad. In Allschwil gab es 32,4 Grad und in Chur 32,3 Grad, wie SF Meteo, die Wetterredaktion des Schweizer Fernsehens, mitteilte.

Eine Woche später zeigte das Thermometer in Sitten 32,3 Grad und in Binningen bei Basel 31,9 Grad. An einige Orten kam es zu absoluten Septemberrekorden. So verzeichnete die Station Lugano nach Angaben von Meteo Schweiz den wärmsten September seit Beginn der Messungen 1864.

Altweibersommer folgt auf Schneefall

Ein Kaltlufteinbruch liess am 18. September die Schneefallgrenze von 3200 auf 1500 Meter sinken. Am Tag darauf schneite es in Mittelbünden bis auf 800 Meter. In St. Moritz wurden an jenem Tag offiziell 45 Zentimeter Schnee gemessen und in Arosa 39 Zentimeter. Das war die zweitgrösste Schneehöhe im September seit Messbeginn. Nur am 21. September 1979 gab es in Arosa noch mehr Schnee, nämlich 44 Zentimeter.

Nach dem Winterintemezzo setzte sich der Altweibersommer durch und dauert seither an. Am Morgen gab es jeweils über dem Mittelland Nebel- und Hochnebelfelder, sonst war es sonnig und mild.

Zahlreiche Sommertage

Der September war über den ganzen Monat gesehen 2 bis 3 Grad wärmer als das im langfristigen Durchschnitt. Magadino erlebte 20 Sommertage mit mehr als 25 Grad, normal wären fünf Tage. Ähnlich ist die Bilanz im Wallis: Sitten kam bisher auf 15 Sommertage statt der üblichen vier. Selbst nördlich der Alpen gab es doppelt so viele Sommertage wie in andern Jahren.

Von der Sonne verwöhnt wurde das ganze Land, vor allem aber St. Gallen, wo sie sich rund 60 Stunden länger als sonst zeigte. Auch im Hochgebirge machte sie 10 bis 20 Überstunden. Insgesamt war die September-Besonnung laut Meteo Schweiz grösser als das Mittel der Periode 1961–1990. Im Mittelland sind demnach vielerorts 120 Prozent der üblichen Sonnenstunden überschritten.

Viel Niederschlag

Trotz dem Überschuss an Sonnenstunden war es im September an den meisten Orten auch zu nass. Im Engadin und den angrenzenden Südtälern wurden laut Meteo Schweiz mehr als 150 Prozent, in Sta. Maria (Val Mustair) sogar 258 Prozent der normalen September-Niederschläge regstriert.

Zu trocken war es dagegen im Nordosten, am Genfersee und auf der Alpensüdseite. In der Region Genf und im Tessin zeigten einige Messstationen weniger als 70 Prozent der üblichen September-Niederschläge.

(SDA)

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