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Der November 2011 geht in die Geschichte ein

Der November 2011 wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Neben der überdurchschnittlichen Wärme vermelden die Meteorologen auch Rekorde beim Niederschlag. Und: Der Winter ist noch nicht in Sicht.

Trauriger Anblick: Kunstschnee-Flecken in Crans-Montana, Wallis. (23. November 2011)
Trauriger Anblick: Kunstschnee-Flecken in Crans-Montana, Wallis. (23. November 2011)
Keystone
Verlassen und winterfest: Die Hütte auf dem Gipfelplateau des Alvier, im Hintergrund die Glarner Alpen. (24. November 2011)
Verlassen und winterfest: Die Hütte auf dem Gipfelplateau des Alvier, im Hintergrund die Glarner Alpen. (24. November 2011)
Keystone
Ob sich Janka und Co. wohl diese Saison auch auf Grasskiern die Hänge hinunterstürzen müssen? Vorerst bleibt das Wetter auf alle Fälle mild und trocken. Im Bild: Marco Manser bei den Grasski-Schweizermeisterschaften vom 5./6. August 2000 in Marbachegg.
Ob sich Janka und Co. wohl diese Saison auch auf Grasskiern die Hänge hinunterstürzen müssen? Vorerst bleibt das Wetter auf alle Fälle mild und trocken. Im Bild: Marco Manser bei den Grasski-Schweizermeisterschaften vom 5./6. August 2000 in Marbachegg.
Urs Flueeler, Keystone
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Der November 2011 geht in die Jahrbücher der Meteorologen ein. Der Monat brachte dieses Jahr in Glarus dank Föhn eine Rekordtemperatur von 24,6 Grad. In den nördlichen Voralpen war es im ganzen Monat 5,5 Grad zu warm, wie SF Meteo mitteilt.

Zum Beispiel auf dem Säntis betrug die November-Durchschnittstemperatur bis heute 1,5 Grad. Das ist 1,7 Grad wärmer als der bisherige Temperaturrekord von durchschnittlich -0,2 Grad aus dem Jahr 1984. Mit wenigen Ausnahmen schien auf dem Säntis jeden Tag zwischen 5 und 9 Stunden die Sonne. Auf dem Pilatus und auf dem Napf war es 5,5 und 5,6 Grad zu warm.

Tropennacht in Glarus

Im Mittelland war vor allem die erste Monatshälfte mit Temperaturen bis 20 Grad viel zu warm. Danach legte sich eine zähe Nebel- und Hochnebeldecke über das Flachland und sorgte für saisongerechte Temperaturen. Insgesamt war der November aber auch im Mittelland wie an den Seen im Tessin rund 1 Grad zu warm.

Eine veritable Tropennacht im November erlebte Glarus. In der Föhnnacht vom 3. auf den 4. November sank die Temperatur nie unter 19,7 Grad, wie die Meteorologen von Meteo Schweiz feststellten. Unter 20 Grad fiel die Temperatur zudem nur gerade während 20 Minuten.

Kein Tropfen Regen

Neben der überdurchschnittlichen Wärme vermelden die Meteorologen auch Rekorde beim Niederschlag - allerdings im negativen Sinn: Den zentralen und östlichen Voralpen entlang sowie in Teilen des Kantons Graubünden fiel im November 2011 nicht ein einziger Regentropfen. Solche Werte habe es seit Messbeginn 1864 noch nie gegeben, schreibt SF Meteo.

Ganz anders erlebten die Bewohner des südlichen Landesteils den Monat. Dort sorgte Starkniederschlag am ersten Novemberwochenende für einen deutlichen Niederschlagsüberschuss. Etwa im Mendrisiotto fiel mehr als doppelt so viel Regen wie im ganzen November üblich. Im Tessin fielen zwischen dem 3. und dem 6. November zwischen 150 und 280 Millimeter Regen, wie dem Klimabulletin von Meteo Schweiz zu entnehmen ist.

Winteranfang am Donnerstag

Während es Anfang November im Süden aus allen Kübeln goss, wehte im Norden ein kräftiger Föhnsturm. Etwa auf dem Titlis erreichte die Maximalböe eine Geschwindigkeit von 143 km/h. In den Tälern lagen die Höchstwerte bei rund 110 km/h.

Dass sich das Wetter zum meteorologischen Winteranfang am Donnerstag endlich der Saison anpasst, ist eher unwahrscheinlich: Nach einer Föhnphase am Freitag fällt am Samstag zeitweise Regen. Zu Beginn der kommenden Woche werde das Wetter dann endgültig unbeständig, schreibt SF Meteo. Eine eindeutige Nordwestlage, die den Winter ins Flachland bringen würde, sei aber nicht in Sicht.

SDA/bru

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