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«Der Mann ist noch am Tatort verstorben»

Der Schaffhauser Polizeisprecher schildert das Familiendrama in Beringen im Video. Eine 21-Jährige geht mit einem Messer auf ihre Eltern los, tötet ihren Vater. Wenig später stellt sie sich der Polizei.

Das Motiv ist noch nicht klar: Polizeisprecher Patrick Caprez zum Familiendrama in Beringen. (Video: Keystone)

Ein Familiendrama hat im schaffhausischen Beringen einen Toten gefordert: die 21-jährige A. S.* erstach ihren Vater. Die Mutter wurde schwer verletzt, schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr. Die Täterin will vorerst nicht aussagen.

Gemäss mehreren Quellen soll es sich um eine Leiterin der christlichen Kinder- und Jugendorganisation Cevi handeln. Alle entsprechenden Cevi-Internetseiten mit Informationen zu ihrer Person sind gesperrt. Auch das Facebook-Profil von A. S. ist inzwischen nicht mehr erreichbar.

A. S. befinde sich zurzeit in Untersuchungshaft und wolle sich mit ihrem Anwalt besprechen, bevor sie eine Aussage mache, sagte Patrick Caprez, Mediensprecher der Schaffhauser Polizei, zur Nachrichtenagentur sda. Die 21-Jährige wird psychologisch betreut.

A. S. wohnte nicht mehr bei den Eltern

Die Tat hatte sich in den frühen Morgenstunden in der Wohnung der Eltern in Beringen ereignet. Der Vater starb noch vor Ort, die Mutter wurde mit der Rega ins Spital geflogen. Der Tathergang ist noch unklar. Die Rettungskräfte alarmierte der Bruder der jungen Frau. Er schlief zuerst, wachte dann aber auf, weil er Lärm hörte. Der Mann ist unverletzt.

Nach der Tat flüchtete die 21-Jährige. Sie stellte sich aber wenige Minuten danach im Ortszentrum von Beringen der Polizei. Die Tatwaffe konnte in der Wohnung sichergestellt werden. A. S. wohnte im Gegensatz zu ihrem Bruder nicht mehr bei den Eltern. Wann und wie sie in die Wohnung gekommen ist, wollte die Polizei nicht sagen.

Dritte Gewalttat innert zwei Wochen

Das Familiendrama ist bereits die dritte Gewalttat, die sich im Kanton Schaffhausen in den vergangenen zwei Wochen ereignet hat: Am Samstagnachmittag schoss ein 53-jähriger Schweizer in Schaffhausen in seinem Haus wild um sich. Verletzt wurde niemand, an Möbeln und am Inventar entstand aber ein hoher Sachschaden.

Die Polizei ermittelt wegen Gefährdung des Lebens, Sachbeschädigung und Drohung. Die Staatsanwaltschaft entscheidet zu einem späteren Zeitpunkt, ob gegen den Schützen Anklage erhoben wird. Er befindet sich in ärztlicher Obhut. Als Grund für die Tat gab der Mann Beziehungsprobleme an.

Mitte Juli war zudem in Oberhallau ein 48-Jähriger absichtlich mit einem Kleinflugzeug in das Haus seiner Mutter gekracht. Er sass alleine im Flugzeug und starb bei dem Unglück. Der Mann hinterliess einen Abschiedsbrief. Seine Mutter war zwar zum Zeitpunkt des Absturzes im Haus, blieb aber unverletzt.

* Name der Redaktion bekannt

SDA/rub/bru

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