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Dem Erdbeben gerade eben entronnen

Daniel Wahl, Redaktor bei der «Basler Zeitung», weilte in Nepal und berichtet von der dortigen Armut. Zwei Tage vor der Katastrophe flog er zurück in die Schweiz.

Am Dienstag vor dem Beben: Dani Wahl auf den Tempelstufen in Bhaktapur, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.
Am Dienstag vor dem Beben: Dani Wahl auf den Tempelstufen in Bhaktapur, das zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.
Daniel Wahl

Wie soll ich das bloss alles einordnen? Einfach rechtzeitig dem Schicksal entkommen? Genau jene Tempel in Bhaktapur, auf deren Stufen ich mich vergangenen Dienstag ablichten liess und die zum Unesco-Weltkulturerbe gehören, sind wenige Tage später zerstört worden. Auch genau jene Personalhäuser und die Frauenstation des Spitals Anandaban, in denen ich das traurige Leben von durch Lepra betroffenen Patienten in Nepal mit der Filmkamera dokumentiert habe, sind eingestürzt. Diese liegen etwas ausserhalb von Kathmandu, dort, wo die steilen Berghänge beginnen. Gerüttelt hat es zunächst über eine Minute lang. Stärke 7,9 auf der Richterskala. Gespürt habe ich das allerdings nicht mehr, weil ich bereits im Flieger Richtung Oman, beziehungsweise Richtung Zürich sass.

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