Darum werden auf der A1 Balken für sechs Millionen Franken gebaut

Auf der Autobahn bei Winterthur sind zahlreiche Signale installiert worden. Sie kosten viel und verwundern Autofahrer.

Auf der kurvenreichen Strecke bei Winterthur braucht es mehr von ihnen: Neu installierte Signalportale über der A1. Bild: «20 Minuten»

Auf der kurvenreichen Strecke bei Winterthur braucht es mehr von ihnen: Neu installierte Signalportale über der A1. Bild: «20 Minuten»

Auf der A1 bei Winterthur wird derzeit rege gebaut. Ein Leser der Pendlerzeitung «20 Minuten», der regelmässig auf dem Autobahnabschnitt zwischen Töss und Oberwinterthur unterwegs ist, wundert sich: «Es werden unzählige, massive Balken über der Fahrbahn erstellt», sagt er. Deren Nutzen sei ihm schleierhaft. «Das ist doch übertrieben, eine reine Geldverschwendung.»

Die Balken heissen in der Fachsprache Signalportale. Im besagten Streckenabschnitt liess das Bundesamt für Strassen (Astra) insgesamt 19 Portale aufstellen, wie es auf Anfrage heisst.

Sie überspannen beide Fahrbahnen und Pannenstreifen und müssen bis zu sieben Meter hohe Tafeln mit einem Gewicht von je einer Tonne tragen. «Die Kosten dafür belaufen sich exklusive Signalisation auf rund sechs Millionen Franken», sagt Sprecher Tobias Bolli.

Dienen der Sicherheit und dem Verkehrsfluss: Metallträger für Signale und Steuerungsanlagen bei Winterthur. Bild: «20 Minuten»

Zweck der Signalportale – an denen Kameras, Verkehrsdetektoren und Anzeigetafeln montiert werden – ist eine bessere Ausnützung der bestehenden Infrastruktur. «Um den Verkehr besser steuern zu können, braucht es einen vollständigen Überblick über die Fahrbahn», so Bolli.

In kurvenreichen Abschnitten wie rund um Winterthur seien deshalb mehr Portale nötig als auf geraden Strecken.

Mit den Portalen könne man dynamisch auf den Verkehr einwirken und Gefahren frühzeitig erkennen. «Auf Knopfdruck lässt sich auf Gefahren hinweisen und deren Verkehrsauswirkungen durch schrittweise Geschwindigkeitsanpassungen minimieren.»

Eines der 19 Portale zwischen Töss und Oberwinterthur im Bau. Bild: «20 Minuten»

Damit wolle man die Restkapazität der Infrastruktur besser und flexibler ausnützen und so Staus verhindern. Die Schilder würden nach den vorgegebenen Normen aufgestellt.

Ähnliche Projekte sind auch um Zürich geplant – etwa auf der A3 in Richtung Pfäffikon SZ. Sie sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre realisiert werden.

red

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