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Chinesin nach Protesten aus Lager entlassen

Nachdem Tang Hui für eine härtere Bestrafung der Vergewaltiger ihrer Tochter demonstriert hatte, wurde sie ins Arbeitslager gesteckt. Aufgrund einer Protestwelle im Internet kam sie wieder frei.

Nach einer Protestwelle im Internet ist eine Chinesin, die härtere Strafen für die Peiniger ihrer Tochter gefordert hatte, aus dem Arbeitslager freigelassen worden. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, war Tang Hui zu 18 Monaten «Umerziehung durch Arbeit» verurteilt worden, weil sie wiederholt vor Regierungsgebäuden demonstriert hatte. Sie hatte der Polizei in Yongzhou in der zentralen Provinz Hunan Beweisfälschung vorgeworfen und gefordert, dass sieben Männer, die ihre Tochter vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen hatten, noch härter bestraft werden.

Druck der Internetgemeinde

Im Internet hatten daraufhin Tausende Chinesen heftig gegen die Bestrafung der Mutter und die Existenz von Arbeitslagern generell protestiert. Tangs Anwalt hatte gegen das Urteil Berufung eingelegt. Tangs Tochter war laut Xinhua 2006 im Alter von elf Jahren Opfer der Verbrechen geworden und zwei Monate nach ihrer Entführung befreit worden. Zwei der sieben Männer wurden zum Tode verurteilt, vier erhielten lebenslange Haftstrafen und ein Mann wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Behörden sagten laut Xinhua zu, die Vorwürfe der Beweisfälschung zu prüfen.

AFP/ses

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