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Bitcoin-Dieb bricht aus und fliegt nach Schweden

In Island ist ein Häftling aus dem Gefängnis getürmt und hat sich nach Schweden abgesetzt. Im Flugzeug mit dabei: Islands Premierministerin.

Er wird gesucht: Sindri Thor Stefansson.
Er wird gesucht: Sindri Thor Stefansson.
Keystone
Symbolbild: Bitcoin ist keine real existierende Währung, sondern wird nur im digitalen Zahlungsverkehr als Kryptowährung eingesetzt. Hier eine für Sammler erstellte Bitcoin-Münze.
Symbolbild: Bitcoin ist keine real existierende Währung, sondern wird nur im digitalen Zahlungsverkehr als Kryptowährung eingesetzt. Hier eine für Sammler erstellte Bitcoin-Münze.
Keystone
Island ist ein Hotspot für Datenzentren und das Schürfen von Kryptowährungen. Dank erneuerbaren Energien sind die Strompreise in Island tief. Datenzentren profitieren zudem bei der Kühlung von den tiefen Temperaturen im Land.
Island ist ein Hotspot für Datenzentren und das Schürfen von Kryptowährungen. Dank erneuerbaren Energien sind die Strompreise in Island tief. Datenzentren profitieren zudem bei der Kühlung von den tiefen Temperaturen im Land.
Keystone
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Island fragt sich, wie so etwas passieren konnte: Ein Häftling flieht aus dem Gefängnis, begibt sich an den Flughafen, kauft sich unter einem anderen Namen ein Flugticket und fliegt nach Schweden. Kommt hinzu: An Bord der Maschine befindet sich zufälligerweise auch die isländische Premierministerin Katrín Jakobsdóttir, die in Stockholm den indischen Minister treffen soll.

Grösster Diebstahl in der Geschichte Islands

Der Ausbrecher ist kein Unbekannter: Es handelt sich um Sindri Thor Stefansson, verantwortlich für den laut «The Reykjavik Grapevine» grössten Diebstahl in der Geschichte Islands. Der als Bitcoin-Dieb bekannt gewordene Stefansson hatte rund 600 Computer gestohlen, die zum Schürfen von Bitcoins benutzt wurden. Die Computer hatten so einen Wert von rund 2 Millionen Franken und sind bis heute verschwunden.

Bisher keine Festnahme

Stefansson kletterte am Dienstag unbemerkt vom Wachdienst aus dem Fenster eines Gefängnisses mit minimalen Sicherheitsvorkehrungen im Süden Islands und bestieg im 80 Kilometer entfernten Keflavik ein Flugzeug nach Schweden. Erst vor zwei Wochen war der Häftling aus einem Hochsicherheitsgefängnis in das Gefängnis ohne Zaun verlegt worden. Hier hatte er Internet- und Telefonzugang.

Am Flughafen gab er einen anderen Namen an und gelangte unbehelligt ins Flugzeug. Im skandinavischen Flugraum gibt es wie im Schengen-Raum keine Ausweiskontrollen. Am Abfluggate soll er sich mit etwas Charme durchgemogelt haben. Auf Überwachungsbildern wurde der Ausbrecher jedoch identifiziert. Laut isländischer Polizei hatte der Ausbrecher einen Helfer bei der Flucht. Nun wird mit einem internationalen Haftbefehl nach dem Bitcoin-Dieb gefahndet, es kam aber noch zu keiner Festnahme, wie die schwedische Polizei mitteilte.

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