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Berner Stadtangestellte müssen zu Hause bleiben

Alle Eingänge werden bewacht: Wegen einer Drohung hat die Polizei eine Gewerbeschule in der Stadt Bern abgeriegelt. Auch umliegende Verwaltungseinheiten sind betroffen.

Keiner kommt rein: Die Gibb bleibt zwei Tage geschlossen. (21. Februar 2014)
Keiner kommt rein: Die Gibb bleibt zwei Tage geschlossen. (21. Februar 2014)
Adrian Dällenbach
Grosses Polizeiaufgebot auf dem Gelände der Gewerbeschule.
Grosses Polizeiaufgebot auf dem Gelände der Gewerbeschule.
Adrian Dällenbach
Bereits im Jahr 2008 war bei der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern eine anonyme Drohung eingegangen. Als Urheber stellte sich ein 16-jähriger Schüler heraus. Er gab in der Folge an, er habe nie vorgehabt, zur Tat zu schreiten. Er wurde von der Schule ausgeschlossen. (Archivbild)
Bereits im Jahr 2008 war bei der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern eine anonyme Drohung eingegangen. Als Urheber stellte sich ein 16-jähriger Schüler heraus. Er gab in der Folge an, er habe nie vorgehabt, zur Tat zu schreiten. Er wurde von der Schule ausgeschlossen. (Archivbild)
Keystone
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Wegen einer Drohung bleiben alle Standorte der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern am Freitag und Samstag geschlossen. Gegen die Berufsschule war am Donnerstag eine anonyme Drohung eingegangen. Über Nacht ergaben sich laut Polizei keine neuen Erkenntnisse.

Die Polizei liess verlauten, dass einige Schüler auf die eigens eingerichtete Hotline angerufen hätten und sich über den Schulausfall erkundigt hätten. Ansonsten gelte, was am Vorabend kommuniziert worden sei.

Am Freitagmorgen sind nur vereinzelt Lernende bei der Gibb in der Lorraine erschienen. Sämtliche Eingänge der Schule werden von Polizisten bewacht, und niemand wird hineingelassen. Die Kantonspolizei ist mit einem Grossaufgebot auf dem Gelände präsent.

110 Mitarbeiter der Stadt Bern betroffen

Neben dem Gibb-Campus in der Lorraine bleiben auch die Gibb-Gebäude an der Viktoriastrasse, an der Steigerhubelstrasse und das Gastgewerbliche Zentrum an der Bümplizstrasse 45 geschlossen. Dadurch sind auch Verwaltungseinheiten der Stadt Bern betroffen. Im Gebäude an der Bümplizstrasse befinden sich das Vermessungsamt, das Finanzinspektorat und die Informatikdienste der Stadtverwaltung Bern.

Rund 110 Mitarbeiter der Stadt können nicht zur Arbeit. Sie seien teilweise aufgefordert worden, von zu Hause aus zu arbeiten, wie Bergamin Luciano, Leiter der Informatikdienste, gegenüber «20 Minuten» erklärt.

Mit vielen Toten gedroht

Es handle sich um eine «konkrete» Drohung, hatte die Kantonspolizei Bern am Donnerstagabend mitgeteilt. Der Absender habe mit einer grossen Anzahl Toten gedroht, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die Hintergründe sind noch unklar.

Der Entscheid, den Schulbetrieb an allen Standorten der Gibb am Freitag und Samstag einzustellen, fiel am frühen Donnerstagabend. Die Kantonspolizei hat nach eigenen Angaben umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Über eine Hotline (0800'634'634) können sich auch Personen melden, die Hinweise im Zusammenhang mit der Drohung machen können.

2000 Personen betroffen

Bei der Schule handelt es sich um eine kantonale Institution für die berufliche Grund- und Weiterbildung. Gemäss der Webseite der Berufsschule werden derzeit rund 7000 Schüler von 600 Lehrern unterrichtet.

Von der Einstellung des Schulbetriebs in der Lorraine und an weiteren Standorten in der Stadt Bern sind am Freitag rund 2000 Lernende, Studierende und Lehrpersonen betroffen. Am Samstag werden mehrere Hundert Personen dem Schulunterricht nicht folgen können.

Wie 2008?

Es ist nicht das erste Mal, dass gegen die Gibb eine Drohung eingegangen ist: Im März 2007 sorgte eine Bombendrohung für Aufregung. Die Drohung erwies sich im Nachhinein als schlechter Scherz. Die Täterschaft konnte nicht gefasst werden.

Im November 2008 ging eine offen formulierte Drohung bei der Schule ein. Ein 16-jähriger Lehrling konnte später als Drohanrufer ermittelt werden. Er wurde darauf von der Schule ausgeschlossen.

SDA/js

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