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Bericht über IS-Massaker im Irak

Kämpfer der Terrormiliz IS sollen im Irak mindestens 50 Stammesangehörige erschossen haben. Bei der Tat soll es sich um einen Vergeltungsschlag gehandelt haben.

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat im Irak ein Massaker an mindestens 50 Stammesangehörigen verübt. Das teilten Behördenvertreter in der Provinz Anbar mit. Stadtrat Faleh al-Issawi sagte, die Opfer seien am Freitagabend im Dorf Ras al-Maa nördlich der Provinzhauptstadt Ramadi in einer Reihe aufgestellt und erschossen worden.

Die Extremistengruppe habe den Männern und Frauen des Stammes Al Bu Nimr vorgeworfen, nach ihrer Vertreibung aus ihren Häusern Vergeltung gegen IS-Kämpfer geübt zu haben. «Diese Tötungen finden nun täglich in vom Islamischen Staat kontrollierten Gebieten statt und sie werden weitergehen, bis diese Terrorgruppe gestoppt ist», sagte Al-Issawi. Ein Beamter im Büro des Gouverneurs bestätigte die Opferzahl.

Über 1200 Tote im Oktober

Die Terrormiliz hat bei ihrem Vormarsch durch den Irak und Syrien Zivilisten, Sicherheitskräfte und Minderheiten umgebracht. Die UN-Mission in Bagdad teilte mit, im Oktober seien mindestens 1273 Menschen im Irak getötet worden. Nicht in dieser Bilanz enthalten sind Opfer der Gewalt in Anbar sowie anderen vom IS und weiteren militanten Gruppen kontrollierten Gebieten. Im September hatte die UN-Mission 1119 getötete Iraker gezählt.

Nach Angaben der UN-Mission ist Bagdad die am härtesten von Anschlägen getroffene irakische Stadt. 379 Zivilisten seien im Oktober in der Hauptstadt getötet worden. Die Gewalt trifft am meisten die Zivilbevölkerung:Insgesamt 856 Zivilisten wurden im vergangenen Monat getötet. Die irakischen Sicherheitskräfte beklagten 417 Tote. Mehr als 2000 Iraker wurden bei Anschlägen verletzt

SDA/kpn

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