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Bär streift durch den Kanton Uri

Der Bär, der im Hoch-Ybrig vermutet wurde, ist wohl weitergewandert. Spuren deuten darauf hin.

In der Zentralschweiz ist offenbar weiter ein Bär unterwegs. Nach Fotos in Schwyz ist nun im Kanton Uri im Schächental im feuchten Erdreich eine entsprechende Spur gefunden worden.

Ein Bauer meldete heute einem Wildhüter eine mögliche Bärenspur im Gebiet Riedlig/Plangg. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um Abdrücke des Grossraubtiers handelt, wie es in einer Mitteilung der Urner Standeskanzlei heisst.

Gemäss vorliegender Fotos handle es sich eindeutig um Bärenspuren, sagte der Urner Jagdverwalter Josef Walker gegenüber Radio SRF. Zudem sei das Gras am Fundort entsprechend zertrampelt. Die Situation lasse keinen anderen Schluss zu, sagte er.

Bär ist wohl sehr scheu

Die Urner Jagdverwaltung glaubt, dass es sich beim Bären um jenes Tier handelt, das im Mai 2016 zuerst in Trun GR und dann im Hoch Ybrig SZ nachgewiesen worden war. Dies sei eine Vermutung, sagte der Jagdverwalter weiter. Ein Beweis wie etwa eine DNS-Probe liege nicht vor.

Über Risse an Nutz- oder Wildtieren in der Zentralschweiz wurde bislang nichts bekannt. Der Bär sei wohl sehr scheu, sagte Walker weiter. Schliesslich habe er sich während rund eines Monats praktisch unbemerkt in Graubünden und der Zentralschweiz bewegt. Der Bär befinde sich auf Wanderschaft und suche sich wohl ein Revier.

Nicht rennen

Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, Beobachtungen wie Spuren oder Kot der Jagdverwaltung zu melden. Zudem rät sie Passanten, bei der Sichtung eines Bären auf Distanz zum Raubtier zu gehen und nicht zu rennen.

Der Braunbär war zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Schweiz ausgerottet worden. Im Juli 2005 wurde der erste Braunbär nach 100 Jahren wieder im Unterengadin beobachtet. Seither gab es fast jährlich Sichtungen im Kanton Graubünden.

SDA/woz

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