Averser Tal bleibt länger abgeschnitten

Nach einem Felssturz bleiben die Menschen im hinteren Teil des Bündner Tals mehrere Tage eingeschlossen.

Das höchstgelegene Dorf der Schweiz, das ganzjährig bewohnt ist: Juf liegt im Averstal. (12. August 2019) Foto: ufferien.ch/Webcam

Das höchstgelegene Dorf der Schweiz, das ganzjährig bewohnt ist: Juf liegt im Averstal. (12. August 2019) Foto: ufferien.ch/Webcam

In der Gemeinde Avers GR wird die Strasse zwischen Innerferrera und Cresta für mehrere Tage gesperrt bleiben. Das Averstal bleibt von der Aussenwelt abgeschnitten.

Am Montagnachmittag hat ein Erdrutsch die Verbindung zwischen Innerferrera und Cresta verschüttet. Teilweise liegen grosse Felsbrocken auf der Fahrbahn. Das Avers Tal und die Siedlung Juf können seither über die Kantonsstrasse und den Wanderweg «Alte Averserstrasse» nicht mehr erreicht werden und sind von der Aussenwelt abgeschnitten.

«Um 13.45 Uhr bekamen wir die Meldung wegen eines Steinschlages», sagt Mediensprecher Roman Rüegg. «Durch die Strassensperrung ist vom hinteren Teil des Averstals aus kein Durchkommen mehr möglich.» Personen seien beim Felssturz keine zu Schaden gekommen.

An der Strassensperrung wird sich jedoch so schnell nichts ändern: Es sei zwar bereits mit der Räumung begonnen worden, die Arbeiten dauerten aber sicher mehrere Tage, heisst es vom Tiefbauamt Graubünden. Wenn es weiter regne müsse die Räumung wieder gestoppt werden. Laut Homepage der Gemeinde gibt es inzwischen «Umgehungen für trittsichere Wanderer».

In Graubünden mussten zudem mehrere Passstrassen wegen Erdrutschen gesperrt werden. Während der Verkehr über den Splügenpass bereits am Montagmorgen wieder freigegeben werden konnte, wurde der Malojapass erst am Nachmittag wieder geöffnet. Es sei mit längeren Wartezeiten zu rechnen. Der Lukmanierpass blieb von der Tessiner Seite her bis am Dienstagmorgen gesperrt.

Im Wallis wurden die Strassen zwischen Chalais und Vercorin, zwischen Vex und Euseigne, Sanetsch und Sitten sowie Fully und Chiboz im Unterwallis gesperrt. Im Oberwallis unterbrachen Felsstürze die Strasse zwischen Feschel und Erschmatt sowie zwischen Ulrichen und dem Nufenenpass. Die beiden Verbindungen bleiben für einige Tage gesperrt.

Im Mittelwallis entstanden durch umgestürzte Bäume, überschwemmte Keller und abgedeckte Dächer erhebliche materielle Schäden. In Sitten standen zahlreiche Keller und Unterführungen unter Wasser. Erst vor rund einem Jahr hatte ein Unwetter in der Kantonshauptstadt Sitten Schäden in der Höhe von 15 Millionen Franken verursacht.

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