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Autor von Pädophilen-Ratgeber unter Polizeischutz gestellt

Nach Drohungen gegen den Verfasser eines Leitfadens für Pädophile bewachen Polizisten den Mann. Gleichzeitig haben sie Ermittlungen gegen ihn aufgenommen.

Der Autor eines umstrittenen Ratgebers für Pädophile ist in den USA unter Polizeischutz gestellt worden. Zuvor hatte es gegen den im Staat Colorado wohnenden Mann Drohungen auf einer Website gegeben, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Gleichzeitig nahmen die Behörden Ermittlungen gegen ihn auf. Sie suchten den Mann auf, befragten ihn und liessen sich eine Ausgabe des umstrittenen Buches geben.

Der Mann habe einen ganz normalen Eindruck gemacht, sagte der Polizist Dustin Taylor aus der Stadt Pueblo. «Es hat ihn nicht beunruhigt, dass wir bei ihm waren.» Der 47-Jährige sei bislang nicht straffällig geworden.

Die Beamten haben das Buch beschlagnahmt und damit begonnen, es zu prüfen. Bislang habe die Polizei jedoch keine Hinweise gefunden, dass der Autor gegen das Gesetz verstossen habe, sagte Taylor weiter.

Angeblich nur ein Buch verkauft

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass das Internet-Kaufhaus Amazon «The Pedophile's Guide to Love and Pleasure» (Pädophilen-Leitfaden für Liebe und Vergnügen) im Internet vertreibt. Der Autor des E-Books behauptet, Pädophile würden missverstanden, schliesslich gehe es ihnen um die Liebe zu Kindern. Es sei jedoch ein Verbrechen, wenn Erwachsene ihren Sexualtrieb gegenüber Kindern ausleben würden, fügt er hinzu. In dem Buch erteile er Ratschläge, wie sich Pädophile an das Gesetz halten können. Nach massiver Kritik hatte Amazon am Donnerstag den Verkauf des Ratgebers gestoppt.

Der 47-Jährige erklärte am Mittwoch auf der Website The Smoking Gun, dass er unter Depressionen leide. Er habe als Kind selbst sexuellen Kontakt mit Kindern gehabt. Derartige Kontakte im Erwachsenenalter habe er nicht mehr gehabt. Weiter gab der Mann an, vor etwa drei Jahren einen Nervenzusammenbruch erlitten habe. Von dem umstrittenen Buch habe er nur ein Exemplar verkauft. Er trete nicht dafür ein, dass Erwachsene Kindern Schaden zufügen sollten, betonte der 47-Jährige.

dapd/oku

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