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Autonome verletzten 123 Polizisten bei Krawallen in Berlin

Nach der Teilräumung eines besetzten Hauses ist es in Berlin zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Die Behörden sprechen von der «gewalttätigsten Demonstration» seit fünf Jahren.

Die Einsatzkräfte sprachen von einer der «aggressivsten und gewalttätigsten Demonstration der zurückliegenden fünf Jahre».
Die Einsatzkräfte sprachen von einer der «aggressivsten und gewalttätigsten Demonstration der zurückliegenden fünf Jahre».
Maurizio Gambarini, AFP
Demonstranten aus der linksautonomen Szene wehren sich gegen die Gentrifizierung des Viertels.
Demonstranten aus der linksautonomen Szene wehren sich gegen die Gentrifizierung des Viertels.
Maurizio Gambarini, AFP
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Krawalle von Autonomen in Berlin: Bei der laut Berliner Polizei «aggressivsten und gewalttätigsten Demonstration der zurückliegenden fünf Jahre» sind am Samstagabend 123 Polizisten verletzt worden. Zahlreiche der insgesamt 1800 eingesetzten Beamten wurden mit Steinen und Flaschen beworfen, wie die Polizei weiter mitteilte.

86 Randalierer nahmen die Beamten meist kurzzeitig in Gewahrsam, drei von ihnen sollten einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Demonstration für linke Wohnprojekte fand nach der Teilräumung eines von Autonomen bewohnten Hauses statt und stand unter dem Titel «Kiezdemo gegen Verdrängung».

«Massive Angriffe» auf die Polizei

Die Teilnehmerzahl an dem Protestmarsch wuchs laut Polizei von zunächst 500 auf 3500 an. Bereits frühzeitig herrschte demnach in Reihen der Demonstranten eine «sehr aggressive und polizeifeindliche Stimmung».

Die Polizei berichtete von wiederholten «massiven Angriffen» mit Flaschen und Steinen auf Beamte und Einsatzfahrzeuge. Mehrfach setzten die Polizisten Pfefferspray und in einem Fall auch Schlagstöcke gegen Gewalttäter ein, in deren Reihen zudem Pyrotechnik abgebrannt wurde.

Brände werden untersucht

Zudem gingen laut Polizei am frühen Sonntagmorgen in Friedrichshain und im Bezirk Mitte mehrere Autos in Flammen auf. In Neukölln brannten zudem drei Bagger. Die Polizei prüft nun, ob die Brände mit der am späten Samstagabend beendeten Demonstration zusammenhängen.

SDA/mch

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