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Anschläge auf Pub und Busbahnhof in Kenia

Innerhalb von 24 Stunden ist die kenianische Hauptstadt Nairobi Ziel von zwei Anschlägen geworden. Dahinter werden somalische Islamisten vermutet, die sich für eine Intervention Kenias rächen.

Die US-Botschaft hatte vor Angriffen gewarnt: Pub-Besitzer Charles Mwaura nach dem Attentat in Nairobi.
Die US-Botschaft hatte vor Angriffen gewarnt: Pub-Besitzer Charles Mwaura nach dem Attentat in Nairobi.
Keystone

Bei zwei Anschlägen in der kenianischen Hauptstadt Nairobi wurde ein Mensch getötet, über 20 Personen wurden verletzt. Bei einem ersten Anschlag auf das Pub Mwauras im Zentrum von Nairobi wurden in der Nacht zu Montag 14 Kenianer verletzt. Zwei der Opfer erlitten laut einem Arzt schwere Verletzungen. Die restlichen Opfer seien mit leichten Verletzungen davon gekommen.

Augenzeugen berichteten von einem Panikausbruch nach der Granatenexplosion. Es habe nur einen einzigen «kleinen Ausgang» gegeben und deshalb lange gedauert, bis alle Menschen hinaus kamen, sagte ein Augenzeuge. Ein anderer berichtete von Chaos in der Bar. Der Tatort war am Montag abgesperrt und wurde von Polizisten bewacht.

Während des Tages wurde bei einer weiteren Explosion einer Handgranate an einem Busbahnhof ein Mensch getötet und acht verletzt. Dies teilten die Polizei und das Rote Kreuz des Landes mit. Das Gebiet wurde abgesperrt. Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen.

Al-Schabab hinter Anschlägen vermutet

Der Polizeichef von Nairobi, Antony Kibuchi, stellte am Montag eine Verbindung zu Drohungen der islamistischen Schabab-Miliz aus Somalia her. Kenia hatte in der vergangenen Woche Truppen über die Grenze in das Nachbarland geschickt, um gegen die Miliz vorzugehen.

Nach Angaben von Polizeichef Kibuchi wurden die Patrouillen der Sicherheitskräfte verstärkt. Er rief die Bewohner Nairobis zu Wachsamkeit auf.

Vor Terrorangriffen gewarnt

Die US-Botschaft in Kenia hatte am Wochenende vor einer «unmittelbaren Bedrohung» durch Terrorangriffe gewarnt. Sie habe «glaubhafte Informationen» über drohende Anschläge auf bei Ausländern beliebte Orte in Kenia wie Einkaufszentren und Nachtclubs, hiess es.

Der nun von dem Anschlag betroffene Nachtclub hingegen wird hauptsächlich von Kenianern besucht. Er befindet sich in einem Viertel von Nairobi, in dem nachts kaum Touristen unterwegs sind.

Kenia hatte in der vergangenen Woche Truppen über die Grenze nach Somalia geschickt, um gegen die Schabab-Miliz vorzugehen. Zuvor hatten mutmassliche Milizionäre mehrere Ausländer in Kenia entführt und nach Somalia verschleppt. Die Schabab-Miliz hatte die Verantwortung für die Entführungen zurückgewiesen und mit Vergeltung gedroht.

SDA/rub

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