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Am Everest geht der Trubel schon wieder los

Die Toten in Kathmandu werden noch gezählt, da wirbt das nepalesische Tourismusministerium schon wieder um Bergsteiger aus dem Ausland.

Kurz nach dem Lawinenniedergang sah es im Basislager so aus: Bergsteiger durchsuchen die zerstörten Zelte. (25. April 2015)
Kurz nach dem Lawinenniedergang sah es im Basislager so aus: Bergsteiger durchsuchen die zerstörten Zelte. (25. April 2015)
AP Photo/Mariusz Malkowski
Weisser Tod: Eine durch das Erdbeben ausgelöste Lawine rast auf das Everest-Base-Camp zu. 18 Menschen verlieren dabei ihr Leben. (25. April 2015)
Weisser Tod: Eine durch das Erdbeben ausgelöste Lawine rast auf das Everest-Base-Camp zu. 18 Menschen verlieren dabei ihr Leben. (25. April 2015)
Roberto Schmidt, AFP
Die Nacht hat sich über das Basislager gelegt.
Die Nacht hat sich über das Basislager gelegt.
Keystone
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Wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit tausenden Toten in der Himalaya-Region haben die nepalesischen Behörden die rasche Wiederaufnahme von Expeditionen am Mount Everest angekündigt. Diese sollten in der kommenden Woche wieder starten. Das sagte Tulsi Gautam von der Tourismusbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe «für niemanden Grund, Expeditionen abzusagen».

Am Samstag hatte ein Beben der Stärke 7,8 die Himalaya-Region erschüttert. Inzwischen wurden allein in Nepal fast 5500 Tote und mehr als 10'000 Verletzte gezählt. Mehr als hundert weitere Menschen starben in Indien und in China.

Der deutscher Bergsteiger Jost Kobusch filmte die dramatischen Momente, als eine vom Erdbeben ausgelöste Lawine grosse Teile des Basislagers am Mount Everest unter sich begrub.

Am Mount Everest kamen mindestens 18 Bergsteiger durch eine Lawine ums Leben. Zum Unglückszeitpunkt befanden sich etwa 800 Menschen am höchsten Berg der Erde. Mehrere grosse Expeditionsteams – wie Jagged Globe, die Teammitglieder verloren haben – wollen in diesem Jahr nicht mehr von Nepal aus auf den Mount Everest steigen.

Auch auf chinesischer Seite zogen sich aus Furcht vor Nachbeben zunächst alle ins Basislager zurück. Bergsteiger wie der Tiroler Alois Fuchs berichteten von dort, der Berg sei gesperrt. Auch das deutsche Team Amical Alpin und das Schweizer Team von Kobler & Partner drehten um.

Einige Gruppen in Nepal planten den Aufstieg noch, hiess es beim Tourismusministerium. Allerdings müsse eine neue Route durch den gefährlichen Eisfall gelegt werden. Die alte Route – die mit Leitern und Seilen gesichert war – wurde von Lawinen zerstört. Die etwa 180 Bergsteiger, die oberhalb des Eisfalls festsassen, wurden sicher ins Tal gebracht.

SDA/bru

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