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Ophelia wütet in Irland – drei Todesopfer

Sturmböen von bis zu 150 Kilometern pro Stunde fegen über Irlands Küsten. Für das ganze Land wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen.

Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 km/h: Wirbelsturm Ophelia legte grosse Teile Irlands lahm. Video: Tamedia/Storyful

Höchste Unwetterwarnstufe für Irland: Wirbelsturm Ophelia hat am Montag über der grünen Insel getobt und weite Teile des Landes lahmgelegt. In Teilen des Südens und des Westens der Insel wurde Alarmstufe Rot ausgerufen.

Das irische Bildungsministerium ordnete die Schliessung aller Schulen des Landes an. Sturmböen erreichten Geschwindigkeiten von 148 Kilometern pro Stunde, dazu kamen heftige Regenfälle und die Gefahr von Überschwemmungen.

Drei Personen kamen bei Unfällen im Zusammenhang mit dem Sturm ums Leben. Eine Frau und ein Mann starben, nachdem ein umstürzender Baum ihr Auto getroffen hatte. Ein Mann kam bei einem Unfall mit einer Motorsäge in Südirland um. Er hatte versucht, einen umgestürzten Baum zu beseitigen, wie die Polizei mitteilte.

Ophelia wütet in Irland: Der Sturm hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde die irische Küste erreicht
Ophelia wütet in Irland: Der Sturm hat mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometer pro Stunde die irische Küste erreicht
Geoff Caddick, AFP
Der Sturm hat das öffentliche Leben in Irland weitgehend lahmgelegt.
Der Sturm hat das öffentliche Leben in Irland weitgehend lahmgelegt.
Ben Birchall/AP, Keystone
Keystone
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Ophelia, der stärkste jemals so weit im Osten des Atlantiks beobachtete Hurrikan, hatte sich vor seiner Ankunft auf Land zwar abgeschwächt. Er werde dann zu einem «post-tropischen» Sturm, aber immer noch mächtig bleiben, warnte das US-Hurrikanzentrum NHC.

Tausende ohne Strom

Einem Sprecher des Stromversorgers ESB zufolge waren landesweit rund 210'000 Haushalte ohne Strom – insbesondere in Cork, Limerick, Tipperary und Galway. Schulen und Behörden blieben geschlossen, Fährverbindungen wurden vorübergehend eingestellt, Gerichtsverhandlungen verschoben. Patienten wurden aufgefordert, Arzttermine zu verschieben.

Der Flughafen in Dublin teilte mit, rund 130 Flüge seien gestrichen worden. Der Flughafen von Cork im Südwesten annullierte ebenfalls zahlreiche Flüge. Teile der irischen Armee wurden in Bereitschaft versetzt. Irlands Ministerpräsident Leo Varadkar leitete eine Sitzung des nationalen Krisenstabs.

«Bleiben Sie drinnen, bis der Sturm vorbeigezogen ist», sagte Varadkar bei einer Medienkonferenz in Dublin. «Es ist ein sehr gefährlicher Sturm. Als es zuletzt so einen heftigen Sturm gab, verloren elf Menschen ihr Leben.»

Weiterzug nach Grossbritannien

Auch Teile Grossbritannien rechneten mit einem Sturm. Der britische Wetterdienst warnte vor umherfliegenden Trümmerteilen; in Küstennähe sei mit Stromausfällen und Überschwemmungen zu rechnen.

Im britischen Nordirland öffneten die Schulen am Montag nicht. Starke Winde wurden auch für den Norden und Westen Grossbritanniens vorausgesagt.

«Ophelia» weckt Erinnerungen an den «Great Storm» («Grosser Sturm»), der am 16. Oktober 1987 über Grossbritannien fegte. Beim Unwetter starben 18 Menschen.

Die Sturmsaison über dem Atlantik dauert noch bis Ende November. Drei schwere Hurrikane Harvey, Irma und Maria – verursachten zuletzt in der Karibik und an der US-Golfküste schwere Schäden, zahlreiche Menschen kamen ums Leben.

Auf Twitter kursieren derweil aktuelle Videos aus Irland.

SDA/sep

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