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Ägyptischer Millionär entgeht nach Mord an Popstar der Todesstrafe

Der ägyptische Millionär, der eine libanesische Popsängerin und Ex-Geliebte hatte ermorden lassen, ist dem Strick entkommen. Hischam Talaat Mustafa muss stattdessen 15 Jahre hinter Gitter.

Hischam Talaat Mustafa muss nun doch nur 15 Jahre ins Gefängnis: Der ägyptische Millionär und die ermordete Popsängerin Suzanne Tamim.
Hischam Talaat Mustafa muss nun doch nur 15 Jahre ins Gefängnis: Der ägyptische Millionär und die ermordete Popsängerin Suzanne Tamim.
AFP

Ein Berufungsgericht in Kairo wandelte am Dienstag die Todesstrafe für Hischam Talaat Mustafa in 15 Jahre Gefängnis um, wie das Staatsfernsehen berichtete. Der mit dem Mord beauftragte Ex-Polizist Mohsen el Sukkari, der ebenfalls zum Tode verurteilt worden war, muss nun für 25 Jahre hinter Gitter.

Der Fall sorgt im Libanon und in Ägypten für Aufsehen, da Mustafa als enger Vertrauter von Staatspräsident Hosni Mubarak und dessen Sohn Gamal galt. Mustafa war im Mai 2009 zum Tode durch den Strick verurteilt worden. Es gilt als erwiesen, dass der Millionär dem ehemaligen Polizisten Sukkari umgerechnet 1,4 Millionen Euro zahlte, um seine ehemalige Geliebte Suzanne Tamim zu töten. Sukkari schnitt im Juli 2008 der 30-Jährigen in ihrem Luxus-Appartment in Dubai mit einem Messer die Kehle durch. Der Mord geschah kurz nach Tamims Heirat mit einem irakischen Kickbox-Champion, ihrem dritten Ehemann. Nach ägyptischen Medienberichten hatte die Sängerin auch eine drei Jahre währende Affäre mit Mustafa, die wenige Monate vor ihrem Tod endete.

Zwei Monate nach der Tat wurde Mustafa festgenommen, seine Immunität als Abgeordneter des ägyptischen Oberhauses wurde aufgehoben. Sukkari, einstiges Mitglied des gefürchteten ägyptischen Geheimdienstes, wurde aufgrund von Schuhabdrücken am Tatort überführt.

AFP/ske

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