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Tourenleiter trägt keine Schuld am Lawinendrama

Der Skitourenleiter des schweren Unglücks vor vier Jahren im Prättigau mit fünf Todesopfern ist definitiv freigesprochen worden.

Tragödie im Prättigau: Zwei Helikopter der Rega treffen am Unglücksort am Vilan ein. (31. Januar 2015)
Tragödie im Prättigau: Zwei Helikopter der Rega treffen am Unglücksort am Vilan ein. (31. Januar 2015)
Rega, Keystone

Die Staatsanwaltschaft Graubünden stellte das Strafverfahren gegen einen Mann im Zusammenhang mit den Lawinenunglück am Vilan im Januar 2015 zum zweiten Mal und endgültig ein. Die Staatsanwaltschaft in Chur bestätigte am Dienstag die Einstellung des Strafverfahrens auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es hätten sich keine Hinweise auf ein strafbares Verhalten durch den Tourenleiter oder durch andere Personen ergeben, hiess es. Die entsprechende Einstellungsverfügung sei rechtskräftig.

Im Brennpunkt des Verfahrens stand der damalige ehrenamtliche Tourenleiter des Schweizer Alpenclubs der Aargauer Sektion Lägern. Das eingestellte Strafverfahren ist das zweite, das geführt wurde.

Zweite Untersuchung nach Beschwerden

Ein erstes war im Juni letzten Jahres von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden. Wieder aufgerollt wurde der Fall, weil das Kantonsgericht Graubünden zwei Beschwerden gegen die Einstellung gutgeheissen hatte.

Das schwerste Lawinenunglück des Winters 2014/15 hatte sich am 31. Januar 2015 im vorderen Prättigau ereignet. Die neunköpfige Skitourengruppe aus dem Kanton Aargau war am Vilan (2376 M. ü. M) in eine Lawine geraten. Drei Männer konnten nur noch tot geborgen werden. Zwei schwerverletzte Frauen starben später im Spital.

SDA/fal

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