Reinhold Messner kritisiert «Zwei-Klassen-Rettung»

Die Bergsteigerlegende prangert den «Hype» um die Touristen am Himalaja an. Für Messner ist klar, wo die Hilfe zuerst ankommen müsste.

Bestieg als erster Mensch den Mount Everest ohne Sauerstoffmaske: Reinhold Messner bei einem Interview im Jahr 2009.

Bestieg als erster Mensch den Mount Everest ohne Sauerstoffmaske: Reinhold Messner bei einem Interview im Jahr 2009.

(Bild: APA/Roland Schlager)

Seiner Meinung nach werden bei den Hilfsaktionen die Prioritäten falsch gesetzt, wie er im deutschen Radiosender HR-Info erläuterte.

In erster Linie müsse man den Menschen in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu helfen und nicht den Bergsteigern, erklärte Messner. «Im Kathmandu-Tal und in den Schluchten drum herum ist eine viel grössere Katastrophe passiert.»

Die Bergsteiger benötigten natürlich auch Hilfe, allerdings nicht vorrangig. «Es ist zynisch, dass man um die Bergsteiger am Mount Everest, die sich für 80'000 bis 100'000 Dollar diese Besteigung kaufen können, einen solchen Hype macht», sagte der 70-jährige Italiener.

Am Mount Everest gebe es genügend Ärzte und Essen. Ausserdem könne man die Betroffenen mit dem Helikopter ausfliegen.

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hvw/sda

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