«Ich bin der am meisten gemobbte Mensch der Welt»

Melania Trump kämpft als First Lady gegen Cyber-Mobbing. Aus persönlichen Gründen, wie sie jetzt in einem Interview verrät.

First Lady Melania Trump hat dem US-Sender ABC ein exklusives Interview gegeben. (Video: ABC via AP/Tamedia)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

First Lady Melania Trump hält sich für den am meisten gemobbten Menschen der Welt. «Ich könnte sagen, dass ich der am meisten gemobbte Mensch der Welt bin», sagte die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump dem Sender ABC. Auf Nachfrage sagte die 48-Jährige, sie sei sicherlich «einer» der am meisten schikanierten Menschen, «wenn Sie wirklich sehen, was Leute über mich sagen».

Mit ihrer etwas überraschenden Aussage antwortete Trump auf die Frage, warum sie sich als First Lady unter anderem gegen Cyber-Mobbing einsetzt. Ihre Initiative «Be Best» setze den Schwerpunkt auf soziale Medien und das Verhalten im Internet, sagte die Präsidentengattin.

Der koloniale Tropenhelm

Tatsächlich gibt es im Internet immer wieder hämische Kommentare über das aus Slowenien stammende Ex-Model. So sorgte sie kürzlich bei ihrer Afrika-Reise für Wirbel, als sie bei einer Safari in Kenia einen weissen Tropenhelm trug - und damit Erinnerungen an die Kolonialzeit weckte.

Die Kleidung, die sie für ihre letzte Station Ägypten trug, brachte ihr Vergleiche unter anderem mit Michael Jackson und dem französischen Bösewicht in dem ersten Indiana-Jones-Film «Jäger des verlorenen Schatzes» ein. In einem seltenen Kommentar zu den Medien sagte sie daraufhin vor dem Abflug aus Ägypten, sie wollte «über meine Reise sprechen und nicht über das, was ich trage».

Das ABC-Interview wurde während Trumps mehrtägiger Afrika-Reise aufgezeichnet. Erste Ausschnitte wurden am Donnerstag ausgestrahlt, die Langversion sollte am Freitag laufen.

Mit «Egal»-Jacke ins Heim

Tatsächlich ist es oft kaum möglich, über die First Lady zu berichten, ohne ihren Kleidungsstil zu erwähnen. So sorgte sie im Juni für einige Aufregung, als sie in einer Jacke zum Besuch eines Heims für Migrantenkinder in Texas aufbrach, auf deren Rückseite der Spruch prangte: «Es ist mir wirklich egal. Und Dir?»

In dem Interview beteuert Melania Trump auch, sich trotz der gehässigen Online-Kommentare in Washington wohlzufühlen. «Ich geniesse es. Ich liebe es wirklich, in Washington und im Weissen Haus zu leben.» Sie kündigte an, ihren Mann zu unterstützen, sollte er für eine zweite Amtszeit kandidieren. (sep/sda)

Erstellt: 12.10.2018, 07:53 Uhr

Artikel zum Thema

Melania Trump besucht Elefantenbabys

VIDEO Nächste Station auf der Afrika-Reise: Die First Lady der USA ist nach Kenia gereist. Dort beweist sie ein Herz für Tiere. Mehr...

First Lady alleine in Afrika

VIDEO Ihre erste Solo-Reise als Präsidentingattin hat Melania Trump nach Ghana geführt. Mehr...

Die Sphinx im Weissen Haus

Die Amerikaner versuchen, die rätselhaften Taten von Melania Trump zu deuten. Wird die First Lady unabhängiger? Oder trollt sie gar ihren Ehemann? Mehr...

Kommentare

Blogs

Sweet Home So richten Sie geschickter ein
Tingler Neuer Name, neues Glück

Abo

Die ganze Region. Im Digital-Light Abo.

Die BZ Berner Zeitung digital im Web oder auf dem Smartphone nutzen. Für nur CHF 17.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Volle Lippen: Indische Künstler verkleiden sich während des Dussehra Fests in Bhopal als Gottheit Hanuman. (19.Oktober 2018)
(Bild: Sanjeev Gupta/EPA) Mehr...