Hochhausbrand in Honolulu – drei Tote

Über 100 Feuerwehrleute bekämpfen im US-Bundesstaat Hawaii einen Brand in einem Wohnhaus. Die Behörden warnen davor, dass es noch mehr Opfer geben könnte.

Mehrere Tote: Bei einem Brand in Honolulu sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. (Video: Tamedia/AP)

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Bei einem Hochhausbrand in Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii sind am Freitag mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Die Rettungskräfte fürchteten, dass manche Bewohner noch in dem 36-stöckigen Gebäude eingeschlossen sind. Die Behörden warnen, dass es noch mehr Tote geben könnte. Das Feuer sei aber unter Kontrolle.

Mehr als 100 Feuerwehrleute kämpften nach Behördenangaben gegen die Flammen an. Die Toten seien im 26. Stock des Gebäudes gefunden worden, sagte Feuerwehr-Chef Manuel Neves auf einer Pressekonferenz. Auf dieser Etage sei das Feuer ausgebrochen und habe dann mehrere Stockwerke erfasst. Das Gebäude verfügte über keine Sprinkler-Anlage.

Feuerwehr: Keine Sprinkleranlagen

Das Gebäude sei schliesslich evakuiert worden, erklärte der Feuerwehrsprecher. Man könne aber nicht ganz sicher sein, ob alle Bewohner das Hochhaus verlassen hätten. US-Medien hatten unter Berufung auf Augenzeugen berichtetet, dass einige Menschen möglicherweise von den Flammen in ihren Wohnungen eingeschlossen wurden.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie auf beiden Seiten des Gebäudes Flammen und schwarzer Rauch aus Wohnungen dringen. Zerborstene Fensterscheiben und Mauerwerk stürzten zu Boden. Von Balkonen unter dem Brandherd spritzen Feuerwehrkräfte massenweise Löschwasser in die züngelnden Flammen.

«Wir mussten unsere Feuerwehrleute etwa zwei oder drei Mal in Sicherheit bringen», sagte Neves dem Sender KHNL. «Es ist sehr schwierig.» In dem Gebäude seien keine Sprinkleranlagen installiert gewesen – mit diesen hätten das Feuer nach seinen Worten nicht mehr als eine Wohnung erfasst.

Der betroffene Marco-Polo-Wohnkomplex mit 586 Wohnungen auf 36 Stockwerken wurde 1971 gebaut, wie die Zeitung «Star Advertiser» berichtete.

In London waren Mitte Juni bei einem verheerenden Hochhausbrand im Grenfell Tower mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Das Flammeninferno entfachte eine Debatte über Brandschutzvorkehrungen an Wohngebäuden.

(chk/fal/sda/afp)

Erstellt: 15.07.2017, 10:15 Uhr

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