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85-Jähriger stirbt bei Rekordversuch am Everest

Ein Nepalese wollte der älteste Mensch auf dem höchsten Berg der Welt sein – und ist nun dabei ums Leben gekommen. Eine Woche nach dem Tod von Extrembergsteiger Ueli Steck.

Eine Woche nach dem Tod von Ueli Steck ist ein anderer Bergsteiger am Mount Everest ums Leben gekommen: Min Bahadur Sherchan,  bei einer seiner Morgenübungen auf dem Dach seines Hauses in Kathmandu. Sein Tod  (5. April 2017)
Eine Woche nach dem Tod von Ueli Steck ist ein anderer Bergsteiger am Mount Everest ums Leben gekommen: Min Bahadur Sherchan, bei einer seiner Morgenübungen auf dem Dach seines Hauses in Kathmandu. Sein Tod (5. April 2017)
Narendra Shrestha, Keystone
Leben am Limit: Ueli Steck portraitiert am 11. September 2015 am Fuss einer Kletterwand in Wilderswil.
Leben am Limit: Ueli Steck portraitiert am 11. September 2015 am Fuss einer Kletterwand in Wilderswil.
Christian Beutler, Keystone
«Scheitern heisst für mich: wenn ich sterbe und nicht heimkomme», sagte Steck in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».
«Scheitern heisst für mich: wenn ich sterbe und nicht heimkomme», sagte Steck in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».
AFP
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Der nepalesische Ex-Soldat Min Bahadur Sherchan starb am Samstag im Basislager des Mount Everest, wie ein Beamter des nepalesischen Tourismusministeriums berichtete. Er wollte der älteste Mensch der Welt auf dem Mount Everest sein. Die Todesursache sei nicht klar, wahrscheinlich sei es aber ein Herzstillstand gewesen.

Sherchan hatte bereits im Jahr 2008 im Alter von 76 Jahren den Rekord aufgestellt. Fünf Jahre später brach der damals 80 Jahre alte Japaner Yuichiro Miura diesen Rekord. Vor seinem neuerlichen Anlauf zum Gipfelsturm hatte Sherchan der Nachrichtenagentur AFP im Februar gesagt, ihm gehe es nicht darum, Miura zu übertrumpfen, sondern seinen eigenen Rekord zu überbieten.

Er wollte für den Frieden werben

Für seinen neuen Versuch absolvierte Serchan ein mehrmonatiges Training. Er habe keinerlei Probleme mit der Atmung bekommen und auch sein Blutdruck sei normal, sagte der 17-fache Grossvater und sechfache Urgrossvater im April der Nachrichtenagentur AP.

Er sei in den Bergen geboren und habe mit der Höhenluft und ihrem geringen Sauerstoffgehalt keine Schwierigkeiten. Wenn er wieder Weltrekordler sei, wolle er seine Bekanntheit nutzen, um in die Konfliktzonen der Welt zu reisen um für den Frieden zu werben.

Die Nachricht von Sherchans Tod kommt nur wenige Tage nach jener von Ueli Steck. Der Schweizer Extrembergsteiger war am 30. April am Mount Everest ums Leben gekommen. Er wurde kurz darauf auf nepalesische Art eingeäschert.

Ansturm auf Everest erwartet

Derzeit halten sich hunderte Bergsteiger am Fusse des Mount Everest auf, um sich an die Höhenluft zu gewöhnen. Während des kurzen jährlichen Zeitfensters zum Bezwingen des Berges – üblicherweise sind die Wetterbedingungen Mitte Mai am günstigsten – wollen fast 750 Menschen den Aufstieg wagen.

In diesem Jahr ist es besonders voll am Mount Everest, weil danach die verlängerten Aufstiegsgenehmigungen für diejenigen Bergsteiger auslaufen, die ihren Gipfelsturm nach einem verheerenden Erdbeben 2015 aufgeben mussten.

SDA/roy

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