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60 Personen wegen Hochwassers von Petersinsel evakuiert

Der Wasserpegel des Bielersees steigt wieder an. Auch für andere Seen gelten hohe Gefahrenstufen.

Schwemmholz im Thunersee. (4. Mai 2015)
Schwemmholz im Thunersee. (4. Mai 2015)
Jan Kuschinske, newspictures
Ein Hausbesitzer in Plasselb FR musste feststellen, dass die Terrasse seines Hauses mitsamt der Böschungsmauer über einen Meter abgerutscht war. (4. Mai 2015)
Ein Hausbesitzer in Plasselb FR musste feststellen, dass die Terrasse seines Hauses mitsamt der Böschungsmauer über einen Meter abgerutscht war. (4. Mai 2015)
Kantonspolizei Freiburg
Fast schon idyllisch: Auch der Bielersee steigt über die Ufer.
Fast schon idyllisch: Auch der Bielersee steigt über die Ufer.
Reto Wissmann
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Die Lage in den Hochwassergebieten des Kantons Bern bleibt kritisch. Teile der Ufer von Bieler- und Thunersee stehen weiter unter Wasser. Nochmals angestiegen ist am Mittwoch der Pegel des Bielersees. Um 11 Uhr stand er elf Zentimeter über der Hochwassermarke, Tendenz steigend.

Die St. Petersinsel ist mittlerweile vom Festland abgeschnitten. Schon am Montagnachmittag war der Heidenweg überflutet worden, am Dienstag trat dann das allgemeine Bootsfahrverbot auf dem See in Kraft.

Hotelgäste evakuiert

Kurz zuvor wurden 60 Gäste des Klosterhotels auf dem Seeweg evakuiert, wie das «Journal du Jura» berichtete. «Von der Umwelt abgeschnitten zu sein, ist ein eigenartiges Gefühl. Aber es geht uns gut», sagte Peter Sperner, Geschäftsführer des Restaurants und Hotels St. Petersinsel, der Zeitung.

Zusammen mit einem grossen Teil des Personals bleibt Sperner auf der Insel. Die Gäste waren nach seinen Angaben überrascht, als sie von der Evakuation erfuhren – «die Sonne schien und alles war ruhig».

Weniger Regen als befürchtet

Im Berner Oberland und entlang der Aare befinden sich die Gewässerpegel auf hohem Niveau relativ stabil. Die Regenfälle der vergangenen Nacht fielen weniger intensiv aus als zunächst befürchtet. Der Pegel des Thunersees sank in der Nacht auf Mittwoch sogar etwas. Der Hochwasser-Entlastungsstollen war am Morgen nicht mehr voll geöffnet. Mitarbeiter der Stadt halten den Einlauf des Stollens frei von Schwemmholz, wie die Stadt Thun mitteilte.

Viel Schwemmholz gibt es auch in den Uferbereichen des Thunersees, etwa im Gwatt, wo die Kander in den See mündet. Einsatzkräfte sind dabei, das Holz zu beseitigen. Die Abgabestelle für Schutzmaterial wird noch bis am Mittwochabend aufrechterhalten.

Der Abfluss der Aare in Bern ist unverändert hoch. Zu grösseren Schäden kam es bisher im ganzen Kantonsgebiet nicht. Bei der Kantonspolizei gingen in der Nacht auf Mittwoch nur noch eine Handvoll Meldungen, meist über vollgelaufene Keller ein, wie dort auf Anfrage zu erfahren war.

Viele Wolken und Regen

Auch heute Mittwoch liegt die Schweiz nach Angaben von Meteonews noch immer in einer südwestlichen Höhenströmung. Das bedeutet: viele Wolken und Regen, im Verlauf des Tages kommt vom Jura her eine Wetterbesserung mit etwas trockeneren Luftmassen.

Dafür verantwortlich ist unter anderem das Hochdruckgebiet Suse, welches aktuell über der iberischen Halbinsel liegt. In dessen Genuss kommt die Schweiz spätestens am Donnerstag, der recht sonnig zu werden verspricht mit 18 Grad im Norden und 21 Grad im Süden. Doch schon der Freitag wird nach Sonnenschein wieder zunehmend nass.Viel

SDA

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