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2017 wird Rekordjahr für Mount Everest

Auf dem höchsten Berg der Welt dürfte es in dieser Saison so eng wie noch nie werden.

Waren sie gar die Ersten? Das Bild aus dem Jahr 1924 zeigt die britischen Alpinisten George Mallory (l.) und Andrew Irvine in ihrem Lager am Everest. Wenig später verunglückten sie am Berg. Mallorys Leiche wurde 1999 gefunden, Irvine bleibt verschollen. Ob sie auf dem Gipfel waren, konnte nie geklärt werden.
Waren sie gar die Ersten? Das Bild aus dem Jahr 1924 zeigt die britischen Alpinisten George Mallory (l.) und Andrew Irvine in ihrem Lager am Everest. Wenig später verunglückten sie am Berg. Mallorys Leiche wurde 1999 gefunden, Irvine bleibt verschollen. Ob sie auf dem Gipfel waren, konnte nie geklärt werden.
Keystone
Massives Massiv: Der Berg entstand zusammen mit dem übrigen Himalaya-Gebirge als Folge der Kollision der indischen mit der eurasischen Platte. Er ist nach dem britischen Landvermesser George Everest benannt. (2. Juni 2007)
Massives Massiv: Der Berg entstand zusammen mit dem übrigen Himalaya-Gebirge als Folge der Kollision der indischen mit der eurasischen Platte. Er ist nach dem britischen Landvermesser George Everest benannt. (2. Juni 2007)
Narendra Shrestha, Keystone
Schwarzer Tag: In einem am Mittag aufziehenden Höhensturm kamen 1996 mehrere Bergsteiger aus der Gipfelzone nicht mehr zurück zu ihren Zelten, unter anderem sehr erfahrene Expeditionsleiter. 12 Menschen starben.
Schwarzer Tag: In einem am Mittag aufziehenden Höhensturm kamen 1996 mehrere Bergsteiger aus der Gipfelzone nicht mehr zurück zu ihren Zelten, unter anderem sehr erfahrene Expeditionsleiter. 12 Menschen starben.
David Gray, Reuters
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Die Behörden in Nepal erwarten in diesem Jahr eine Rekordzahl von Bergsteigern, die den Mount Everest besteigen wollen. Wie das Amt für Tourismus mitteilte, wurden nun Lizenzen an 372 Bergsteiger vergeben, die den Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt erlauben.

Hinzu kämen noch rund 400 lokale Bergführer, Köche und Gepäckträger, welche die Bergsteiger beim Aufstieg unterstützen. Insgesamt werden sich demnach 42 Expeditionsteams auf dem Weg zum 8848 Meter hohen Gipfel machen.

Im vergangenen Jahr hatte Nepal Lizenzen für 34 Teams und 289 Bergsteiger vergeben. Eine Lizenz zum Aufstieg auf den Mount Everest kostet in Nepal 11'000 US-Dollar pro Person.

Die Saison, den Mount Everest zu besteigen, dauert in der Regel von April bis Mai: Sherpas auf dem Weg zum Gipfel. (22. Februar 2016) (Bild: Keystone/Tashi Sherpa)
Die Saison, den Mount Everest zu besteigen, dauert in der Regel von April bis Mai: Sherpas auf dem Weg zum Gipfel. (22. Februar 2016) (Bild: Keystone/Tashi Sherpa)

Die ersten Menschen könnten bereits am Wochenende den Aufstieg schaffen. «Diesen Samstag werden die ersten Sherpas sich auf den Weg zum Gipfel machen», sagte Temba Tsheri Sherpa, Organisator einer der Expeditionen. «Sie werden die ersten sein, die den Berg in dieser Saison komplett besteigen.» Das Wetter werde wahrscheinlich an diesem Wochenende oder kommende Woche erstmals in dieser Saison gut genug sein, um den Aufstieg zu wagen. Die Saison am Everest geht in der Regel von April bis Mai.

Verlängerungen aufgrund von Erdbeben

«Wir haben 2017 die grösste Zahl an Lizenzen seit vielen Jahren vergeben», sagte Durga Dutta Dhakal, ein leitender Beamter im Amt für Tourismus. «Ein Grund dafür ist, dass viele Kletterer noch Lizenzen aus dem Jahr 2015 haben. Deren Gültigkeit haben wir verlängert, nachdem wegen des schweren Erdbebens alle Expeditionen abgesagt werden mussten.»

Im Jahr 2015 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,8 grosse Teile Nepals und auch das Basislager am Mount Everest verwüstet. 19 Bergsteiger kamen damals ums Leben; zum ersten Mal seit Jahrzehnten stand kein Mensch auf dem Gipfel.

Die Saison der Mount-Everest-Besteigung wird von einem tragischen Unglück überschattet. Vergangene Woche kam der Schweizer Extrem-Bergsteiger Ueli Steck im Hamalaya ums Leben. Am 4. Mai wurde in Nepal feuerbestattet.

Der am Mount Everest tödlich verunglückte Schweizer Extrem-Bergsteiger Ueli Steck ist in Nepal bestattet worden. (4. Mai 2017)
Der am Mount Everest tödlich verunglückte Schweizer Extrem-Bergsteiger Ueli Steck ist in Nepal bestattet worden. (4. Mai 2017)
AFP
Ein Hubschrauber brachte am Donnerstag die Leiche des legendären Bergsteigers von der Hauptstadt Kathmandu zum Kloster von Tengboche, wo sie kurze Zeit später eingeäschert wurde.
Ein Hubschrauber brachte am Donnerstag die Leiche des legendären Bergsteigers von der Hauptstadt Kathmandu zum Kloster von Tengboche, wo sie kurze Zeit später eingeäschert wurde.
AFP
Steck war am Sonntagmorgen am Nuptse, einem Siebentausender, der mit dem Mount Everest einen Bergkamm teilt, ums Leben gekommen. (18. April 2017)
Steck war am Sonntagmorgen am Nuptse, einem Siebentausender, der mit dem Mount Everest einen Bergkamm teilt, ums Leben gekommen. (18. April 2017)
AFP
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SDA/roy

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