20 Rechte attackieren orthodoxen Juden

Hitlergruss und antisemitische Parolen: Rechtsextreme gingen in Zürich Wiedikon auf einen orthodoxen Juden los.

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund ist «sehr betroffen»: Die Synagoge an der Weststrasse in Zürich. (Archivbild)<p class='credit'>(Bild: Keystone Allesandro Della Bella)</p>

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund ist «sehr betroffen»: Die Synagoge an der Weststrasse in Zürich. (Archivbild)

(Bild: Keystone Allesandro Della Bella)

Eine 20-köpfige Gruppe Rechtsextremer hat am Abend des 4. Juli in Zürich Wiedikon einen orthodoxen Juden attackiert. Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, stellten sich die Neonazis dem Gläubigen in den Weg, machten den Hitlergruss und schrien antisemitische Parolen.

Der tätowierte Anführer der Gruppe spuckte dem Mitte 40-Jährigen Mann ins Gesicht und schubste ihn. Erst als die von Passanten alarmierte Polizei eingriff, liessen die Rechtsextremen ihr Opfer in Ruhe.

Die Stadtpolizei will zum antisemitischen Vorfall nichts Konkretes sagen, solange noch Abklärungen laufen. Recherchen zeigen aber: Beim mutmasslichen Haupttäter handelt es sich um den mehrfach vorbestraften Kevin G., 27, aus Hombrechtikon ZH. Er ist Frontmann und Sänger bei der Rechtsrock-Band Amok, die just am Schweizer Nationalfeiertag kommende Woche einen Auftritt im Raum Zürich plant. Neben Amok stehen am internationalen Anlass unter dem Motto "Rock fürs Vaterland" auch rechtsextreme Hassgruppen aus Deutschland und England auf dem Programm.

Der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) fordert die Behörden zu erhöhter Wachsamkeit auf. «Was am 4. Juli in Wiedikon passierte, macht uns sehr betroffen», sagt Generalsekretär Jonathan Kreutner.

Tages-Anzeiger

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt