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14 Kinder ertrinken bei Busunfall

In Indien haben zwei Unfälle mit Bussen insgesamt mindestens 29 Tote gefordert. Ein Car fuhr nach einem Ausweichmanöver in einen Teich, ein Kleintransporter prallte mit einem Zug zusammen.

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Nach dem Zusammenprall mit einem Zug völlig zerstört: Das Wrack eines Geländewagens in Mahamaya Nagar im Bundesstaat Uttar Pradesh. (20. März 2012)
Nach dem Zusammenprall mit einem Zug völlig zerstört: Das Wrack eines Geländewagens in Mahamaya Nagar im Bundesstaat Uttar Pradesh. (20. März 2012)
AFP

Bei einem Busunglück im Süden Indiens sind nach Polizeiangaben heute mindestens 14 Schulkinder ums Leben gekommen. Die Opfer seien ertrunken, als das Fahrzeug bei überhöhter Geschwindigkeit von der Strasse abgekommen und in einen Teich gestürzt sei, sagte der Generaldirektor der Polizei im Unionsstaat Andhra Pradesh, S.A. Huda.

Demnach verlor der Fahrer die Kontrolle, als er ausscherte, um eine Kollision mit einem Motorradfahrer zu verhindern. Zum Unglückszeitpunkt seien mindestens 40 Kinder im Bus gewesen, sagte Huda. Polizisten und Freiwilligen gelang es, einige der Kinder aus dem teils unter Wasser liegenden Fahrzeug zu bergen.

15 Tote bei Kollision mit Zug

Beim Zusammenstoss eines Zuges mit einem Auto sind heute mindestens 15 Menschen getötet worden. Der Zug war im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh unterwegs, als er an einem Bahnübergang in einen völlig überfüllten Geländewagen raste, wie ein örtlicher Beamter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Das Auto war mit 19 Menschen besetzt. Das Auto sei bei dem Zusammenstoss sechs Meter weit geschleudert worden, sagte der Beamte, der seinen Namen nicht nennen wollte.

15 Insassen seien sofort tot gewesen, vier weitere seien schwer verletzt worden. Das Unglück ereignete sich am frühen Morgen im Bezirk Mahamaya Nagar, rund 300 Kilometer von der Regionalhauptstadt Lucknow entfernt. Der Bahnübergang hatte eine automatische Schranke.

25'705 Tote bei Zugunfällen im 2009

Auf dem indischen Schienennetz sind täglich mehr als 18 Millionen Menschen unterwegs. Trotz seiner wichtigen Bedeutung leidet das indische Bahnsystem jedoch unter Sicherheitsproblemen.

Einer aktuellen Studie zufolge ereignen sich auf dem Subkontinent jedes Jahr rund 300 Unfälle im staatlich kontrollierten Schienennetz, knapp 15'000 Menschen werden jährlich an den oft unzureichend gesicherten Bahnübergängen getötet. Allein im Jahr 2009 starben 25'705 Menschen bei Unfällen im indischen Schienennetz.

Kein Geld für Sicherheitsmassnahmen

Vergangene Woche hatte Bahnminister Dinesh Trivedi angekündigt, die Sicherheit des Schienenverkehrs zu einem Schwerpunkt zu machen. Seine Ankündigung, für die Finanzierung der entsprechenden Massnahmen erstmals seit 2004 die Fahrpreise zu erhöhen, kostete ihn allerdings das Amt: Auf Druck seiner Trinamool-Congress-Partei, welche die Fahrpreiserhöhungen kritisiert hatte, trat der Minister am Sonntag zurück.

Zuletzt hatte es im Juli 2011 ein schweres Bahnunglück in Indien gegeben, als in Uttar Pradesh ein Zug auf dem Weg von Kalkutta nach Neu Delhi entgleiste. 69 Menschen kamen ums Leben. Der bislang schwerste Bahnunfall ereignete sich 1981: Im Bundesstaat Bihar stürzte ein Zug bei hoher Geschwindigkeit in einen Fluss; Schätzungen zufolge starben 800 Menschen.

(dapd/AFP)

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