12 Kamele von Beauty-Wettbewerb disqualifiziert

Weil ihnen Botox gespritzt wurde, durften 12 Kamele in Saudiarabien nicht am jährlichen Schönheitswettbewerb teilnehmen.

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Disqualifiziert wegen Schönheits-Schummel: Weil an ihnen nicht alles echt ist, dürfen 12 Kamele in Saudiarabien nicht an einem Beauty-Wettbewerb teilnehmen. Ihre Besitzer sollen ihnen Botox in Lippen, Nase und Kinn gespritzt haben, wie die Zeitung «The National» berichtet.

Jedes Jahr im Januar findet das König-Abdulaziz-Kamel-Festival statt. Während 28 Tagen dreht sich in Al Dhana, 120 Kilometer von Riad entfernt, alles um Kamele. Die rund 30'000 Tiere messen sich in Rennen – und eben im Schönheitswettbewerb, bei dem die Miss Kamel gekürt wird.

Lippen aufgespritzt, Ohren verkleinert

Bei einem Kamel gehe es nicht nur um Grösse und Figur, berichtet ein Zuschauer. Volle Lippen beispielsweise seien Voraussetzung für Erfolg. Und weil neben dem Missen-Titel fürs Kamel dem Besitzer auch noch 30 Millionen US-Dollar winken, wird entsprechend getrickst.

Neben Botox-Spritzen greifen Tierärzte offenbar auch zum Skalpell, um die Ohren der Tiere zu verkleinern. Viele Kamelbesitzer schummeln, wie einer der Teilnehmer sagt: «Sie ziehen an den Lippen, um sie länger zu machen. Wenn das nicht reicht, kommt Botox oder Collagen zum Zug.»

Gedopte Rennkamele werden am Festival bereits gebüsst, für die Schummel-Kamele am Schönheits-Wettbewerb gebe es bisher keine offiziellen Strafen. Wie die Zeitung berichtet, versucht man mit einem Trick die Besitzer zur Vernunft zu bringen: Vor der Sieger-Ehrung müssen alle auf den Koran schwören, keine falschen Angaben zum Tier gemacht zu haben. Das halte viele davon ab, zu betrügen.

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