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100 Meter langer Erdriss bereitet der Bevölkerung Sorge

Nach dem Unwetter herrscht in der Innerschweiz das Chaos: Evakuierte Personen warten immer noch darauf, in ihre Liegenschaften zurückzukehren. Es drohen Erdrutsche.

Abhänge drohen zu rutschen: Erdriss in Menzingen. (20. Juni 2011)
Abhänge drohen zu rutschen: Erdriss in Menzingen. (20. Juni 2011)
Keystone
Wieder befahrbar: Auf der Strasse nach Engelberg wird der letzte Schutt weggeräumt. (30. Juni 2011)
Wieder befahrbar: Auf der Strasse nach Engelberg wird der letzte Schutt weggeräumt. (30. Juni 2011)
Keystone
Das Wasser fliesst nur langsam ab: Wasserlache auf einer Strasse im Engelbergertal.
Das Wasser fliesst nur langsam ab: Wasserlache auf einer Strasse im Engelbergertal.
Keystone
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Nach den schweren Unwettern hat sich die Situation in der Zentralschweiz heute beruhigt. Mehrere Strassen bleiben aber geschlossen. Die Bahnlinie nach Engelberg ist voraussichtlich bis Freitagmittag gesperrt.

Im Muotathal konnten die Evakuierten, insgesamt 22 Personen aus vier Häusern, am Donnerstag wieder nach Hause. Zurzeit werden an Bachläufen und Sammlern dringende Sofortmassnahmen ausgeführt. Auch in Lungern OW konnten die Evakuierten zurückkehren.

Hänge drohen abzurutschen

Im Kanton Zug, wo 16 Personen evakuiert wurden, müssen die Bewohner einer Liegenschaft noch bis morgen warten, bevor sie wieder nach Hause können. Sorge bereitet in Menzingen ein rund 100 Meter langer Riss ihn in einem Hang. Auch in Oberägeri drohen acht mit Wasser getränkte Hänge, abzurutschen.

Die Strasse Menzingen-Hütten konnte um 15 Uhr wieder geöffnet werden. Weiterhin gesperrt bleibt die Kantonsstrasse von Ober- nach Unterägeri; der Verkehr zwischen den beiden Gemeinden wird in wechselndem Einbahnverkehr über die Alte Landstrasse geführt.

Bis heute Morgen regnete es laut Wetterdienst MeteoNews in der Zentral- und in der Ostschweiz heftig. Die Rekordmenge wurde in Altendorf in der Region Ausserschwyz gemessen: 104 Millimeter innerhalb von 24 Stunden.

In der Zentralschweiz waren die Kantone Zug, Schwyz, Ob- und Nidwalden betroffen. Es kam zu Überschwemmungen und Hangrutschen. Strassen mussten gesperrt und rund 40 Personen evakuiert werden, die meisten von ihnen konnten heute wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Allein im Kanton Schwyz wurden über 350 Notrufe verzeichnet. Vorwiegend im äusseren Kantonsteil wurden unzählige Keller und Tiefgaragen überschwemmt. Bis am Abend hat sich die Situation entspannt.

Zentralbahn bleibt unterbrochen

Die Kantonsstrasse nach nach Engelberg, die zwischen Wolfenschiessen NW und Grafenort OW unterbrochen war, konnte heute Morgen um 8 Uhr wieder beidspurig freigegeben werden.

Die Strecke der Zentralbahn (zb) nach Engelberg bleibt aber voraussichtlich bis Freitagmittag gesperrt. Die Reisenden werden ab Dallenwil mit Bussen befördert. Die zb schätzt den Schaden auf rund eine Million Franken, wie sie gegenüber dem DRS-Regionaljournal Zentralschweiz erklärte.

Im Kanton Schwyz konnte am frühen Donnerstagmorgen die Strassen zwischen Sattelegg und Willerzell wieder freigegeben werden. Am Nachmittag um 16 Uhr konnte auch die Sperre der Wägitalerstrasse aufgehoben werden.

(SDA)

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