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Zwei Engel befahlen ihnen, die Menschen zu essen

Sie töteten Frauen und verarbeiteten das Fleisch ihrer Opfer in «schmackhaften» Teigtaschen: Nun wurde einer mutmasslichen Kannibalensekte von der brasilianischen Polizei das Handwerk gelegt.

Lockte seine Opfer mit dem Vorwand ins Haus, ihnen Arbeit als Kindermädchen zu geben: Das Ehepaar da Silveira.
Lockte seine Opfer mit dem Vorwand ins Haus, ihnen Arbeit als Kindermädchen zu geben: Das Ehepaar da Silveira.
AFP
Soll unter Schizophrenie gelitten haben: Der 51-jährige Verdächtige Pires da Silveira.
Soll unter Schizophrenie gelitten haben: Der 51-jährige Verdächtige Pires da Silveira.
AFP
In diesem Haus sollen die Frauen festgehalten und getötet worden sein.
In diesem Haus sollen die Frauen festgehalten und getötet worden sein.
Keystone
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Drei brasilianische Sektenmitglieder stehen unter dem Verdacht, Frauen getötet und ihr Fleisch an ahnungslose Nachbarn verkauft zu haben. Polizeisprecher Wesley Fernandes erklärte am Freitag, bei den drei Verdächtigen handele es sich um einen Mann namens Pires da Silveira und seine Ehefrau Isabel Cristina Torreão Pires da Silveira und seine Geliebte Bruna Cristina Oliveira da Silva. Sie seien am Mittwoch in Garanhuns festgenommen worden und hätten die Taten gestanden.

In einem von der Zeitung «Folha de São Paulo» veröffentlichten Video gibt eine 51-jährige Verdächtige zu, zusammen mit ihrem gleichaltrigen Mann und dessen 25 Jahre alten Geliebter in fünf Tagen etwa zehn Kilogramm Menschenfleisch gegessen zu haben. Dies sei eine Art Ritual gewesen, um ihre Seelen zu reinigen.

«Enthüllungen eines Schizophrenen»

Die Zeitung «Estado de S. Paulo» berichtete, der verdächtige 51-jährige Ehemann habe in einem Buch beschrieben, dass er unter Schizophrenie leide. Er höre Stimmen und sei davon besessen, Frauen zu töten, hiess es darin. In dem Buch mit dem Titel «Enthüllungen eines Schizophrenen» beschreibe der Ehemann auf detaillierte Weise, wie er eine der Frauen umgebracht und ihr Fleisch gegessen habe.

Gemeinsam mit den Frauen soll er Frauen in sein Haus gelockt haben mit dem Versprechen, ihnen Arbeit als Kindermädchen zu geben. Die Verbrechen kamen ans Licht, als einer der Verdächtigen eine Kreditkarte benutzte, die einer im vergangenen Monat verschwundenen Frau gehörte.

Befehl von zwei Engeln

Die Taten seien auf Befehl von «zwei Engeln, einem weissen und einem schwarzen» erfolgt, fügte ihr Mann hinzu. Teile der Getöteten wurden laut Polizei in Teigtaschen verarbeitet, die in der Stadt zum Verkauf angeboten wurden. Auf dem Grundstück der Festgenommenen hätten Ermittler vergrabene Leichenteile entdeckt. In dem Haus lebte nach Medienberichten auch ein fünf Jahre altes Mädchen. Es soll die Tochter eines der Opfer sein.

Die Polizei kam dem Trio bei den Ermittlungen zu einer vermissten Frau auf die Spur. Sie soll als Kindermädchen engagiert und dann ebenfalls getötet worden sein.

dapd/mrs

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