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Taylor Swift zieht «Po-Grapscher» vor Gericht

Der US-Popstar Taylor Swift hat an der Eröffnung des Prozesses gegen einen Radio-DJ in Denver teilgenommen. Sie wirft ihm vor, ihr an den Hintern gefasst zu haben.

«Es war definitiv ein Hinfassen, ein sehr langes Hinfassen»: Taylor Swift in einer Gerichtszeichnung. (10. August 2017)
«Es war definitiv ein Hinfassen, ein sehr langes Hinfassen»: Taylor Swift in einer Gerichtszeichnung. (10. August 2017)
Jeff Kandyba, Keystone
Das Ganze sei nur ein peinliches Versehen gewesen: Radio DJ David Mueller. (10. August 2017)
Das Ganze sei nur ein peinliches Versehen gewesen: Radio DJ David Mueller. (10. August 2017)
Jeff Kandyba, Keystone
Swifts Publizistin Tree Paine vor dem Gerichtsgebäude. (7. August 2017)
Swifts Publizistin Tree Paine vor dem Gerichtsgebäude. (7. August 2017)
David Zalubowski, Keystone
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Der Prozess von US-Sängerin Taylor Swift gegen einen mutmasslichen «Po-Grapscher» hat am Montag mit der Auswahl der Geschworenen begonnen. Der 27-jährige Superstar nahm an der Eröffnungssitzung des Verfahrens in Denver im US-Bundesstaat Colorado teil, wie ein Angestellter des Gerichts der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Örtlichen Medien zufolge sass Swift im Zuschauersaal neben ihren Anwälten.

Das Gericht hatte allen Beteiligten die Auflage gemacht, am Prozess teilzunehmen. Für das Verfahren sind neun Tage angesetzt.

Swift wirft dem Radio-DJ David Mueller vor, ihr im Juni 2013 bei einer kurzen Backstage-Visite vor einem Konzert an den Po gefasst zu haben, als sie für ein Foto posierten. Mueller weist den Vorwurf zurück. Er verlor seinen Job zwei Tage nach dem mutmasslichen Vorfall.

Mueller verklagte Swift

Im September 2015 verklagte Mueller Swift – er beschuldigte sie, seine Chefs statt der Polizei angerufen zu haben. Daher sei er gefeuert worden. Wegen Verdienstausfällen fordert der DJ drei Millionen Dollar von Swift.

Sexuelle Nötigung: Swift verklagt einen Radio-DJ. (Video: Tamedia/AFP)

Nach Muellers Aussage riefen die Manager des Popstars am Tag nach der mutmasslichen Grapsch-Attacke den Radiosender Kygo an, um den Rauswurf des DJs zu fordern. Mueller behauptet, nicht er, sondern einer seiner Freunde habe die damals 23-jährige Sängerin unsittlich berührt.

Swift reichte im Oktober 2015 Klage gegen Mueller ein und beschuldigte ihn der sexuellen Nötigung. Sie fordert einen symbolischen Dollar von dem DJ und argumentiert unter anderem, dass ein Urteil zu ihren Gunsten andere Frauen ermutigen würde, die Opfer ähnlicher Angriffe waren.

Die Erklärungen beider Seiten zu Beginn des Verfahrens sollten am Dienstag beginnen.

AFP/chk

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