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Schweizer Ärztin erhält Alternativen Nobelpreis

Die in der Schweiz aufgewachsene Ärztin Monika Hauser wird mit dem Alternativen Nobelpreise 2008 ausgezeichnet.

Für ihren Einsatz auf der Seite von traumatisierten Frauen in Kriegsgebieten ist die Kölner Ärztin Monika Hauser mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt worden. Die Stiftung für den «Right Livelihood Award» würdigte die Gründerin der Organisation Medica Mondiale «für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen, die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben».

Die Gynäkologin kämpfe dafür, «ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung zu verschaffen», erklärte die Stiftung in Stockholm.

Hauser hat südtiroler Eltern und ist in der Schweiz aufgewachsen. Sie lebt heute in Köln.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Krishnammal und Sankaralingam Jagannathan mit ihrer Organisation LAFTI (Land for the Tillers' Freedom) in Indien. Diese setzt sich für die Verwirklichung von Ghandis Vision der sozialen Gerechtigkeit ein. Die Amerikanerin Amy Goodman erhält den Preis, weil sie als Moderatorin der täglichen Nachrichtensendung «Democracy Now!» die Entwicklung eines alternativen Modells journalistischer Berichterstattung betrieben habe. Ein weiterer Preis ging schliesslich an die Somalierin Asha Hagi, die sich für die Einbeziehung von Frauen in dem schwierigen Friedensprozess in ihrem Land engagiert.

Die Preisträger teilen sich 218'000 Euro. Die Preise werden am 7. Dezember im schwedischen Parlament verliehen. Begründet wurde der «Right Livelihood Award» 1980 von dem schwedisch-deutschen Philanthropen Jakob von Uexküll mit dem Erlös aus dem Verkauf einer bedeutenden Briefmarkensammlung. Der Preis soll Personen und Initiativen ehren, die bei der Vergabe der Nobelpreise nicht beachtet werden.

SDA/grü

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