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Nebenkläger lassen Vorwürfe gegen Strauss-Kahn fallen

Mehrere Prostituierte widerrufen ihre Klagen gegen den früheren IWF-Chef, der wegen des Vorwurfs der Zuhälterei vor Gericht steht.

Gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde wegen «schwerer Zuhälterei» ermittelt: Dominique Strauss-Kahn trifft in seinem Hotel in Lille ein. (17. Februar 2015)
Gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde wegen «schwerer Zuhälterei» ermittelt: Dominique Strauss-Kahn trifft in seinem Hotel in Lille ein. (17. Februar 2015)
Philippe Huguen, AFP
Strauss-Kahn ist mit 13 weiteren Personen angeklagt: Hier spricht Bordellbesitzer Dominique Alderweireld, genannt «Dodo der Zuhälter», nach der Urteilsverkündigung zu Medienvertretern. Auch Alderweireld wurde freigesprochen. (12. Juni 2015)
Strauss-Kahn ist mit 13 weiteren Personen angeklagt: Hier spricht Bordellbesitzer Dominique Alderweireld, genannt «Dodo der Zuhälter», nach der Urteilsverkündigung zu Medienvertretern. Auch Alderweireld wurde freigesprochen. (12. Juni 2015)
Philippe Huguen, AFP
Kurze Protestaktion: Die Polizei nimmt die drei Femen-Frauen vorläufig fest. (10. Februar 2015)
Kurze Protestaktion: Die Polizei nimmt die drei Femen-Frauen vorläufig fest. (10. Februar 2015)
Philippe Huguen, AFP
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Kurz vor dem Ende des Zuhälterei-Prozesses gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn haben mehrere Nebenkläger ihre Klagen gegen den 65-Jährigen zurückgezogen. Vor dem Gericht im nordfranzösischen Lille gaben dies der Anwalt mehrerer Prostituierter sowie der Anwalt einer Vereinigung gegen Zuhälterei bekannt.

Im Prozess, der am Freitag zu Ende gehen soll, werden Strauss-Kahn und 13 weitere Angeklagte der schweren Zuhälterei beschuldigt. Sie sollen ausschweifende Sexpartys mit Prostituierten unter anderem in Paris, Brüssel und Washington organisiert haben. Der frühere Generaldirektor des Internationalen Währungsfonds (IWF) und einstige Spitzenpolitiker der französischen Sozialisten, Strauss-Kahn, bestritt während des Prozesses nie die Teilnahme an den Sexpartys. Er blieb aber dabei, dass er die Treffen nicht organisiert und nicht gewusst habe, dass es sich bei den Frauen um Prostituierte handelte.

Straus-Kahn, der im Mai 2011 wegen Vergewaltigungsvorwürfen in New York von seinem Posten als IWF-Chef hatte zurücktreten müssen, drohen im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft und eine Strafzahlung von 1,5 Millionen Euro. Das Plädoyer der Staatsanwaltschaft wird ab Dienstag erwartet.

SDA/thu

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