Zum Hauptinhalt springen

Mugabes Mega-Party mit 20'000 Gästen und Elefantenfleisch

Zimbabwes Langzeitherrscher Robert Mugabe hat seinen 91. Geburtstag gefeiert, ganz so, wie man es sich von ihm gewöhnt ist – exzentrisch. Auf dem Speiseplan stehen nicht nur Elefanten.

Elefanten, Antilopen, Löwen und Büffel, so speist Mugabe zu seinem Geburtstag: Ein Velofahrer passiert ein bereits älteres Plakat, dass Mugabe zum Geburtstag gratuliert. (20.02.2015)
Elefanten, Antilopen, Löwen und Büffel, so speist Mugabe zu seinem Geburtstag: Ein Velofahrer passiert ein bereits älteres Plakat, dass Mugabe zum Geburtstag gratuliert. (20.02.2015)
Tsvangirayi Mukwazhi, Keystone

Am Abend sollte in der Hauptstadt Harare eine Gala zu Ehren des umstrittenen Präsidenten stattfinden, der bereits seit 1980 in dem Land im südlichen Afrika an der Macht ist.

Mugabe will mit 20'000 Gästen auf einem Golfplatz direkt an den Victoriafällen feiern. Zu Ehren des Staatschefs sollen dabei zwei Elefanten geschlachtet werden. Weiterhin serviert Mugabe seinen Gästen zwei Büffel, fünf Antilopen und einen Löwen. Das Vorhaben wurde von Umweltschützern scharf kritisiert.

«Die Pläne widern mich an, sie sind absolut unethisch», sagte der Vorsitzende der Umweltorganisation «Zimbabwe Conservation Taskforce», Johnny Rodrigues, der deutschen Nachrichtenagentur dpa. «Wie kann Mugabe über Massnahmen gegen das Wildern sprechen und dann gleichzeitig so etwas erlauben?»

Mugabe pustet seine Geburtstagskerzen aus.

Seit Januar ist Mugabe für ein Jahr der neue Vorsitzende der Afrikanischen Union. Wegen seines autoritären Regierungsstils wird er vom Westen immer wieder scharf kritisiert. Erst am Freitag hatte die EU entschieden, ein gegen ihn und seine Frau verhängtes Einreiseverbot und weitere Sanktionen weiter aufrechtzuerhalten.

Mugabe regiert Zimbabwe mit eiserner Faust. Aus einem wirtschaftlich blühenden Land wurde ein internationaler Bittsteller. Fast zwei der zwölf Millionen Menschen in Zimbabwe sind auf internationale Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Mehr als zwei Millionen Bürger flohen.

SDA/rsz

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch