Grand Jury klagt Weinstein an

Nach der Staatsanwaltschaft wirft nun auch eine Grand Jury in New York dem gefallenen Hollywood-Produzenten Vergewaltigung und erzwungenen Oralsex vor.

Die nächste Gerichtsanhörung ist am 30. Juli 2018: Harvey Weinstein stellte sich am 25. Mai der Polizei.

Die nächste Gerichtsanhörung ist am 30. Juli 2018: Harvey Weinstein stellte sich am 25. Mai der Polizei.

(Bild: Keystone Steven Hirsch/New York Post via AP)

Der einstige Hollywood-Mogul Harvey Weinstein (66) ist am Mittwoch von einer Grand Jury in New York wegen sexueller Übergriffe angeklagt worden. Das Gremium wirft dem Filmproduzenten Vergewaltigung und erzwungenen Oralsex vor.

Die Vorwürfe entsprechen der Anklage, die die Staatsanwaltschaft am vorigen Freitag gegen Weinstein vorgebracht hatte. Mit der Grand-Jury-Entscheidung sei man dem Ziel nähergekommen, den Angeklagten für seine Gewalt-Vergehen zur Rechenschaft zu ziehen, erklärte Staatsanwalt Cyrus Vance.

Eine Grand Jury wird eingeschaltet, um vorliegende Beweise in möglichen Verbrechensfällen zu prüfen und zu entscheiden, ob Anklage erhoben werden soll. Das Verfahren erfolgt hinter verschlossenen Türen.

Weinstein stellte sich Ende Mai den Behörden. (Quelle: Tamedia/AP/AFP)

Zahlreiche Frauen haben Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Der Staatsanwaltschaft zufolge geht es um Vorfälle aus den Jahren 2013 und 2004. Die Ermittlungen liefen seit Monaten.

Weinsteins Anwalt hatte am Freitag betont, sein Klient sei unschuldig. Gegen Zahlung einer Millionen-Kaution war der Produzent auf freien Fuss gekommen, er muss aber ein Überwachungsgerät tragen. Die nächste Gerichtsanhörung soll am 30. Juli stattfinden.

roy/sda

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