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Beni Thurnheer: «Ich wünsche mir eine gute Tagesform»

Heute Freitag feiert Kommentator Beni Thurnheer in Rio seinen 65.Geburtstag. Diesen Umstand nutzt er, um im Hotel herumzuhängen.

Herzliche Gratulation: Beni Thurnheer wird heute 65.
Herzliche Gratulation: Beni Thurnheer wird heute 65.
zvg

Herr Thurnheer, Es ist Ihr Geburtstag. Was unternehmen Sie? Bernhard Thurnheer: Nichts, absolut nichts. Diese WM war brutal anstrengend, ich bin total «düre». Ich erlaube mir den Luxus, herumzuhängen. Am Abend gehe ich mit den verbliebenen Kollegen essen.

Sie gehen also an den Strand? O nein. Ich bleibe im Hotelzimmer, am Swimmingpool oder auf dem Hoteldach. Wissen Sie, mir ist mittlerweile schon eine Taxifahrt von 20 Minuten zuwider, ich stand in Brasilien ständig im Stau. Diese WM war das Strengste, was ich je gemacht habe.

Wow. Ja. Die Spielorte lagen weit auseinander. Die nächsten drei Wochen mache ich gar nichts.

Und was wünschen Sie sich zum Geburtstag? Natürlich eine gute Tagesform für den letzten internationalen Match, den ich am Sonntag kommentiere. Den WM-Final.

Wer soll Weltmeister werden? Das kommt ja nicht so drauf an. Aber die Deutschen hätten es dieses Mal mehr verdient. Übrigens ist das mein 8.WM-Final, und zum dritten Mal heisst es Argentinien - Deutschland. 1986 gewann Argentinien, ’90 Deutschland. Am Sonntag fällt die Entscheidung, im dritten und letzten Spiel kommts aus (lacht).

Wehmut? Nein, ich freue mich auf den Sonntag, ich weiss ja schon lange, dass nachher Schluss ist. Ganz fertig ist meine Fussballkommentatorenkarriere nicht, ich mache in der Super League weiter.

Wie ist es eigentlich, mit Ihnen einen Match am Fernsehen zu schauen. Schnurren Sie da immer drein? Ich bin ein normaler Fan. Arbeite ich nicht, bin ich total relaxed, kenne die Positionen nicht und weiss auch nicht immer, wer am Ball ist. Und, anders als sonst, fane ich für eine Mannschaft.

Für welche denn? Die Schweizer Nationalmannschaft natürlich. Und sonst für den FC Winterthur – ich wohne ja in dieser Region.

Regen Sie sich auch manchmal auf wegen Kommentatoren? Nein. Ich weiss ja, wie schwierig kommentieren ist. Wobei, doch: Mir geht es auf den Wecker, wenn man einseitig kommentiert, in Südamerika machen sie das gerne. Aber ein Fan gehört nicht ans Mikrofon.

Werden Sie in Zukunft nebst Super-League-Spielen noch anderes kommentieren? Ja, Kunstturnen. In zwei Jahren bin ich deshalb wieder in Rio für die Olympischen Sommerspiele. Ganz beerdigt bin ich also noch nicht.

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