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Gestrandete Wale sterben vor Neuseeland

Rund 150 Grindwale sind an der Küste der Südinsel von Neuseeland gestrandet. Dutzende sind bereits gestorben. Den Helfern rennt die Zeit davon. Es ist zu trocken und zu warm.

500 Retter benötigt: Ein Helfer der Umweltbehörde kümmert sich um einen gestrandeten Grindwal. (13. Februar 2015)
500 Retter benötigt: Ein Helfer der Umweltbehörde kümmert sich um einen gestrandeten Grindwal. (13. Februar 2015)
Keystone

Dutzende gestrandete Grindwale sind an der Küste Neuseelands qualvoll verendet. Es seien 50 bis 70 Tiere gestorben, berichtete unter anderem der lokale Fernsehsender TV3.

In einem Wettlauf mit der Zeit versuchten mehr als 100 Helfer, die Meeressäuger feucht zu halten und zu retten. «Es ist eine echte Herausforderung», sagte Andrew Lamason von der Umweltbehörde DOC. Es sei zu befürchten, dass mehrere Tiere eingeschläfert werden müssten. Insgesamt waren rund 150 Grindwale bei Farewell Spit gestrandet, einer schmalen Landzunge an der Nordspitze der Südinsel.

Das Wal-Drama: Die Helfer führen einen harten Kampf ums Überleben der Tiere. (Quelle: Reuters; 13. Februar 2015)

Einige der Tiere seien bis zu sechs Meter lang. Aber auch mehrere frischgeborene Kälber seien darunter, hiess es. «Es ist die grösste Strandung von Walen in 10 oder 15 Jahren», sagte DOC-Ranger Mike Ogle gegenüber TV3.

500 Helfer benötigt

Helfer der auf Walrettungen spezialisierten Tierschutzorganisation Project Jonah konnten zunächst zahlreiche Wale mithilfe der einsetzenden Flut in tiefere Gewässer leiten. Viele seien aber umgekehrt und erneut gestrandet. «Wir bereiten uns auf das Schlimmste vor», sagte Sprecherin Louisa Hawkes.

Mit Einbruch der Dunkelheit musste die Aktion zurückgefahren werden. Es sei zu gefährlich, über Nacht mit Walen im Wasser zu sein, hiess es. Für Samstag wurden Freiwillige aufgerufen, mit Eimern und Schaufeln anzurücken. Auch Tierärzte wurden angefordert. Rund 500 Helfer würden benötigt.

Auf Regen und Kühle hoffen

«Das war kein guter Tag für gestrandete Wale», sagte DOC-Sprecher Lamason mit Blick auf das Wetter. Um bessere Überlebenschancen zu haben, bräuchten die Meeressäuger regnerisches, kühles Wetter. Derzeit sei es aber sehr trocken und rund 22 Grad warm.

An den Küsten Neuseelands stranden immer wieder Wale. Zuletzt waren im November 2014 mehrere Tiere im Ohiwa-Hafen verendet oder mussten eingeschläfert werden. Warum die Meeressäuger stranden, ist unklar. Womöglich verirrt sich ein krankes Tier in seichtes Wasser und die anderen folgen.

SDA/spu

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