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Scotland Yard hat neuen Nowitschok-Verdacht

Das Nervengift stammte aus einer Flasche im Haus des jüngsten Opfers. Doch es könnte noch viel mehr unentdeckte Behälter geben

Die britische Premierministerin Theresa May hat während eines Treffens mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Berlin eine umfassende Untersuchung des neuen Nowitschok-Falls angekündigt. (5. Juli 2018)
Die britische Premierministerin Theresa May hat während eines Treffens mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Berlin eine umfassende Untersuchung des neuen Nowitschok-Falls angekündigt. (5. Juli 2018)
Axel Schmidt, Reuters
In Südengland sind ein Mann und eine Frau durch den Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden. Dies teilt die Polizei mit. (4. Juli 2018)
In Südengland sind ein Mann und eine Frau durch den Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden. Dies teilt die Polizei mit. (4. Juli 2018)
Henry Nicholls, Reuters
Das Dorf liegt wenige Kilometer von dem Ort entfernt, an dem der russische Ex-Doppelagent Sergei Skripal und seine Tochter im März Opfer eines Giftanschlags geworden waren.
Das Dorf liegt wenige Kilometer von dem Ort entfernt, an dem der russische Ex-Doppelagent Sergei Skripal und seine Tochter im März Opfer eines Giftanschlags geworden waren.
Geoff Caddick, AFP
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Die britische Polizei hält es für möglich, dass neben einer kleinen Flasche weitere Gegenstände aus dem Haus eines Nowitschok-Opfers in Amesbury mit dem Nervengift kontaminiert sein könnten. Das teilte Scotland Yard am Samstag mit.

Am Freitag war bekannt geworden, dass eine inzwischen gestorbene 44-jährige Frau und ein 45-jähriger Mann durch eine kleine Flasche mit dem Nervengift in Kontakt gekommen waren. Die Flasche gehörte zu etwa 400 Beweisstücken, die von den Ermittlern in der Wohnung des Mannes in Amesbury sichergestellt wurden.

Eine erhebliche Zahl davon könnten mit Nowitschok kontaminiert sein, sie würden nun auf das Gift untersucht, teilte die Polizei mit. Unklar war zunächst, wie die Flasche in die Hände des britischen Paars gelangte.

Ausgeschlossen werden könne auch nicht, dass es weitere noch unentdeckte Behälter mit Nowitschok oder kontaminierte Orte gäbe. Die Suche danach könne noch Monate dauern, sagte ein Polizeisprecher.

«Ein grosser Fortschritt» bei der Fahndung

Nun soll festgestellt werden, ob das Gift aus derselben Quelle stammt wie die Substanz, mit der der russische Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia im März im nahen Salisbury vergiftet worden waren. Die Ermittler halten es für wahrscheinlich, dass die beiden Fälle in einem Zusammenhang miteinander stehen.

Der Fund der Flasche ist Experten zufolge ein grosser Fortschritt bei der Fahndung nach den Tätern. London bezichtigt Moskau, Drahtzieher des Anschlags auf die Skripals gewesen zu sein. Sollte sich eine Verbindung zwischen den beiden Fällen nachweisen lassen, würde das die Spannungen zwischen London und Moskau weiter erhöhen.

AFP/hvw/nlu

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