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Huttwiler Modehaus im LockdownPäckli packen statt Kundinnen empfangen

Bei Minder Mode war seit Neujahr nur der Online-Shop offen. Der Laden an der Bahnhofstrasse wurde zur Verpackungsstation.

Am Einpacken statt am Bedienen: Erika und Urs Minder.
Am Einpacken statt am Bedienen: Erika und Urs Minder.
Fotos: Beat Mathys

Urs Minder muss sich gegenwärtig vorkommen wie ein verspäteter Weihnachtsmann. Zusammen mit seiner Frau Erika füllt und verschnürt er Paket um Paket. Die Türen zu ihrem Modehaus an der Huttwiler Bahnhofstrasse sind im Lockdown geschlossen. In den Schaufenstern werden die Jacken, Pullover, Shirts, Hosen und Röcke ins zweite Glied verdrängt. Wichtiger ist der am Glas angebrachte QR-Code. Er führt auf dem Smartphone in den Laden, der noch offen ist: den Shop im Internet.

Dort können die Kundinnen ein Überraschungspaket bestellen. «Wir machen damit Platz in unseren Gestellen für die Frühlingsmode, die wir anbieten wollen, wenn wir wieder öffnen können», sagt Erika Minder. Sie zeigt auf eine Auswahl von Shirts: «Was hier hängt, haben unsere Kundinnen bereits gesehen, bevor wir die Türen nach Neujahr schliessen mussten. Nächstes Jahr wollen sie hier etwas anderes sehen.» Denn nächstes Jahr gelten andere Modefarben. Und die Kundinnen wollen sich anders anziehen als gegenwärtig.

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