Zum Hauptinhalt springen

Schlosskirche InterlakenOrgelmusik erfüllte die Herzen der Zuhörer

Nach mehrmonatiger Zwangspause gab Helmut Freitag wieder einmal ein Konzert. Sein Spiel begeisterte nach dem Unterbruch ganz besonders.

Nach Monaten der Isolation gab Helmut Freitag wieder einmal ein Konzert in der Schlosskirche Interlaken.
Nach Monaten der Isolation gab Helmut Freitag wieder einmal ein Konzert in der Schlosskirche Interlaken.
Foto: PD

Zum ersten der drei geplanten Konzerte mit dem Thema «Sonaten und Toccaten in der Musikgeschichte» hatte Helmut Freitag ein vielversprechend reiches Programm zusammengestellt mit Werken von Johann Sebastian Bach, Paul Hindemith, Carl Philipp Emanuel Bach und Joseph Gabriel Rheinberger.

Die Erläuterungen zur Thematik, den Komponisten und Werken seien wie immer interessant und äusserst hilfreich fürs Zuhören gewesen, steht im Pressetext zum Konzert. «So liess man sich in der dorischen Toccata von Bach (BWV 538) gerne von der Virtuosität, der Spielfreude und der Lust am Motorischen in den Bann ziehen und in der Fuge vom ruhigen Fluss, der zum riesigen Strom wird, mit auf die Reise nehmen.»

Wonne statt Schaudern

Bei Hindemith, dessen Name auf einem Konzertprogramm oftmals leichtes Schaudern auslöst, wurde man eines Besseren belehrt. Märchen- oder kinderhaft verträumte Spiele, stets in harmonischem Dur endend: Hindemith kann man hören!

Bei der Sonate in g (H87/Wq 70,6) von C. Ph. E. Bach, dem ältesten Sohn des berühmten Vaters, wurde die grosse Orgel in der Schlosskirche auf einmal zur hübschen kleinen Hausorgel – empfindsam singend, lyrisch und virtuos gestaltete Helmut Freitag das galante Werk.

Zum Abschluss folgte die achte der zwanzig Orgelsonaten von Rheinberger (e-Moll op. 132): eine wahre Symphonie auf der «Königin der Instrumente», in halbstündigem Spiel meisterhaft interpretiert vom Hauptorganisten der Schlosskirche.

(PD)