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Verlust für Musik- und OpernweltOpernmanager Peter Jonas mit 73 Jahren gestorben

Er setzte dem einst konservativen Publikum flippige Barockopern vor. Nun verlor er den Kampf gegen den Krebs.

Sir Peter Jonas, britischer Kulturmanager, Opernintendant brachte frischen Wind nach München und machte die Bayerische Staatsoper zu einem der erfolgreichsten Opernhäuser der Welt.
Sir Peter Jonas, britischer Kulturmanager, Opernintendant brachte frischen Wind nach München und machte die Bayerische Staatsoper zu einem der erfolgreichsten Opernhäuser der Welt.
KEYSTONE

Der langjährige Intendant der Bayerischen Staatsoper, Sir Peter Jonas, ist tot. Das teilte die Staatsoper in München am Donnerstag mit. Er sei am Mittwochabend «nach einem 45-jährigen Kampf gegen den Krebs» gestorben. Jonas wurde 73 Jahre alt.

«Die Musik- und Opernwelt hat in Sir Peter Jonas einen grossen Mann verloren. Er hat über Jahrzehnte das Musiktheater- und Konzertleben mit Mut, mit Originalität, mit Energie und unbändiger Lust am Risiko geformt», sagte der Intendant der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler. Der in London geborene Jonas habe die Staatsoper in einzigartiger Weise geprägt.

Von 1993 bis 2006 leitete Jonas die Geschicke der Bayerischen Staatsoper und machte sie zu einem der – auch in finanzieller Hinsicht – erfolgreichsten Opernhäuser der Welt. Vor allem setzte er auf zeitgenössische Regiekonzepte.

Zwischen 1993 und 2000 sorgte er bei dem als konservativ geltenden Münchner Publikum mit sechs Uraufführungen für Kontroversen. Star-Regisseure inszenierten unter seiner Ägide flippig-witzige Barock-Opern. Branchenkenner betrachteten das Haus als Ort der Erneuerung. 2006 gab er seinen Posten ab.

SDA