«In diesem Moment kommt der kalte Schauer»

Fahnenträger Simon Ammann ist vor der Eröffnungsfeier in Sotschi sichtlich angespannt – der schmächtige Skisprungstar befürchtet, dass die Fahne zu schwer sein könnte.

«Ich weiss noch nicht, wie schwer die Fahne sein wird»: Simon Ammann im House of Switzerland.
Sebastian Rieder@RiederSebastian

Simon Ammann ist bester Laune, seine Vorfreude auf die Eröffnungsfeier ist «extrem, voll extrem», wie er sagt. Unweit vom Olmypiastadion gibt er wenige Stunden vor dem Entzünden des olympischen Feuers die letzte Medienkonferenz im House of Switzerland.

«Dass ich die Schweiz in Sotschi vertreten darf, ist eine grosse Ehre für mich», sagt Ammann voller Stolz und gibt zu: «Ich brauche das.»

Die Rolle als Anführer der Schweizer Delegation gibt Ammann neben den sportlichen Tiefflügen der letzten Tage eine grosse Portion Selbstvertrauen. «In diesem Moment, wo ich ins Stadion einlaufe und die vollen Ränge sehe, kommt wohl der kalte Schauer.»

«Ich weiss noch nicht, wie schwer die Fahne sein wird»

Das Gefühl der Gänsehaut will er in vollen Zügen geniessen, «von diesem Erlebnis werde ich meinen Grossenkeln zuerst erzählen, noch bevor ich ihnen sage, wie man Gold gewinnt.»

Als vierfacher Olympiasieger ist Ammann der erfolgreichste Schweizer Wintersportler überhaupt, wie er aber als Botschafter die Eröffnungsfeier souverän über die Runde bringt, ist ihm noch unbekannt.

Berechtigt sind demnach seine Sorgen. «Ich weiss noch nicht, wie schwer die Fahne sein wird», sagt der 32-jährige Toggenburger im Wissen, dass er als Skispringer nicht so kräftig ist wie ein Bobfahrer. «Falls ich tatsächlich zu wanken beginne, müssen mir die anderen helfen.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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