Zum Hauptinhalt springen

Afrikanisches Olympiadorf wegen Geldproblemen geschlossen

Das Africa Village soll laut Berichten einen riesigen Schuldenberg angehäuft haben, bezahlen kann es aber nicht. Deshalb sei das Dorf bereits vier Tage vor dem Ende der Spiele geschlossen worden.

Die Party ist vorbei: Performancekünstler begrüssen die Athleten der südafrikanischen Delegation in London. (23. Juli 2012)
Die Party ist vorbei: Performancekünstler begrüssen die Athleten der südafrikanischen Delegation in London. (23. Juli 2012)
Keystone

Fast 400'000 Pfund sollen die Organisatoren des afrikanischen Olympiadorfs ihren Zulieferern laut einem Bericht des britischen TV-Senders BBC schulden. Am Mittwoch, vier Tage vor dem offiziellen Ende der Olympischen Sommerspiele 2012, hat das Camp im Londoner Park Kensington Garden seine Tore deshalb schliessen müssen.

Man wisse noch nicht genau, wie gross der Schuldenberg sei, den man angehäuft habe, sagt ein Sprecher des Olympiadorfs gegenüber BBC: «Wir haben hier viele Zahlen. Ich weiss noch nicht, welches die richtige ist.»

Das erste Village für alle Afrikaner

Auf der offiziellen Website des Africa Village hiess es, die Seite sei vorübergehend nicht erreichbar. Die offizielle Werbeagentur liess verlauten, das Dorf sei wegen «logistischer Probleme» früher geschlossen worden.

Es war das erste Mal, dass die 53 afrikanischen Nationen, die an Olympia teilnahmen, sich zusammenschlossen und ein gemeinsames Dorf eröffneten. Das Africa Village lag direkt gegenüber der Royal Albert Hall und bewirtete afrikanische Sportler und Gäste. Seit seiner Eröffnung am 28. Juli sind laut dem Sprecher 80'000 Besucher gezählt worden.

Die finanziellen Probleme hätten begonnen, weil sich schliesslich nur ein Bruchteil der Nationen, die ihre Teilnahme ursprünglich zugesichert hatten, am Projekt beteiligt hätte, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Ob das Dorf vor dem Ende der Spiele nochmals geöffnet werden kann, ist unklar.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch