Zum Hauptinhalt springen

Leserreaktionen«Ob der Bundesrat Kenntnis hat davon?»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zu den vom Bund erlassenen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Die Bundesräte Alain Berset, Guy Parmelin und Ueli Maurer (von rechts nach links) informieren über die neusten Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise.
Die Bundesräte Alain Berset, Guy Parmelin und Ueli Maurer (von rechts nach links) informieren über die neusten Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise.
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Zu «Berset plant Lockerungen, aber nur leichte»

Ein Grossteil der Bevölkerung hat das Hin und Her sowie das Manko einer nachvollziehbaren Ausstiegsstrategie aus den Pandemie-Massnahmen satt. Zitiert sei hier Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, der sagte: «If you fail to plan, you are planning to fail», was zu Deutsch folgendes bedeutet: «Wenn du versagst zu planen, dann planst du das Versagen». Diese Weisheit des amerikanischen Politikers findet man eins zu eins als Einleitung im offiziellen Influenza-Pandemieplan des Bundes. Ob der Bundesrat Kenntnis hat davon? Urs Lehmann, Belp

Zu «Wir brauchen keine Kleiderpolizei»

Wer die Initiative für ein Verhüllungsverbot auf ein Migrationsproblem reduziert und die Initiative mit «Burkaverbot» betitelt, kann oder will nicht lesen. Ja, die zur Zeit kleine Zahl an verschleierten Frauen im öffentlichen Raum ist bei der Annahme der Initiative auch betroffen. Von Bedeutung ist das Verbot aber insbesondere in Bezug auf die verbesserte Möglichkeit der Fahndung nach Hooligans und der Demokratie unfähigen Chaoten bei nicht bewilligten Demonstrationen. Hier werden jährlich Millionenbeträge an Personalkosten fällig, es kommt zu Sachschäden in Millionenhöhe zu Lasten der Steuerzahlenden, und immer wieder auch zu Verletzten. Es wäre die Aufgabe der Medienschaffenden, sich bei der Berichterstattung ausgewogen mit den Inhalten einer Vorlage auseinanderzusetzen und nicht auf die Initianten zu schiessen. Wenn wir nicht endlich lernen, uns wieder mit der Sache zu beschäftigen, sondern pauschalisierende Feindbilder pflegen, steht es schlecht um die Demokratie. Michael Geissbühler, Herrenschwanden

Zum Onlinekommentar von Daniel Gisiger «Andere müssen auch picknicken»

Jeder, der in der heutigen leidigen Zeit arbeiten kann, ist privilegiert. Das ist so. Die harte Arbeit der Bauarbeiter aber derart zu verharmlosen, wie Daniel Gisiger dies tut, finde ich falsch. Bei jedem Wetter draussen picknicken zu müssen, verlangt ihnen sehr viel ab. Besonders bei diesen eisigen Temperaturen und der starken Bise war das eine grosse Herausforderung. Sie schuften vier bis fünf Stunden, können sich während der Mittagszeit nirgends aufwärmen und arbeiten am Nachmittag erneut für mehrere Stunden. Ich bewundere diese Leute. Auch der Lohn ist nicht exorbitant hoch, dass sie sich damit trösten könnten. Sicher, andere Branchen müssen auch picknicken. Aber ein Aufwärmen während der Mittagszeit müsste sichergestellt sein. Schön wäre es, wenn die Wertschätzung für diese Arbeiter mehr Akzeptanz fände. Edy Holenweg, Münchenbuchsee

Link zum Onlinekommentar: «Andere müssen auch picknicken»