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24 Stunden nach dem SiegNico Müller fährt in der DTM erneut aufs Podest

Der Berner Oberländer wird im belgischen Spa Zweiter und verteidigt seine Führung in der Gesamtwertung. Am Mittwoch geht der 28-Jährige in der Formel E an den Start.

Nicht restlos zufrieden: Nico Müller mag sich über den 2. Rang nicht recht freuen.
Nicht restlos zufrieden: Nico Müller mag sich über den 2. Rang nicht recht freuen.
Foto: zvg

Nico Müller, in der Heimat bloss Kennern ein Begriff, ist in Deutschland ein kleiner Star. Das registriert, wer sich am frühen Sonntagnachmittag auf Sat1 das zweite DTM-Rennen der Saison anguckt. Der Berner Oberländer ist im Vorprogramm allgegenwärtig, auf dem zweitgrössten Sender des Pro-Sieben-Konzerns sprechen sie ehrfürchtig über den 28-Jährigen, welcher am Vortag überlegen gewann. Fussballlegende Stefan Kuntz, offensichtlich ein grosser Automobilsport-Fan, kommt zu Wort und zeigt sich beeindruckt vom Schweizer, dem ein ganzer Beitrag gewidmet wird.

Eine grosse Nummer ist der Audi-Pilot auch im Rennen. Als Dritter nimmt er dieses in Angriff, gleich beim Start macht er einen Rang gut. Zu Beginn der vierten Runde geht er in Führung, und es macht den Anschein, als würde er 24 Stunden nach seinem Triumph in Spa an selber Stelle erneut gewinnen.

Ärger über den Fehler

Der Deutsche René Rast macht nach den Boxenstopps auf einmal den stärkeren Eindruck, er holt im Nu auf und überholt Müller, mit dem er in der letzten Saison erfolgreich um den Titel konkurrierte. Dieser bleibt dran und plant in der Schlussrunde den Angriff. Umsonst. Der 28-Jährige aus Blumenstein bleibt Zweiter und sagt im Interview mit Sat1, noch nie habe er sich über diesen Rang so wenig freuen können. Rast habe sich gut verteidigt, während ihm ein kleiner Fehler unterlaufen sei, «welcher uns den Sieg kostete».

In der Gesamtwertung führt Müller weiterhin. Die DTM ist in der Szene hoch angesehen, mit Robert Kubica fährt ein langjähriger Formel-1-Pilot mit. In seiner ersten Saison vermag der Pole nicht mitzuhalten, er ist vorderhand einer unter vielen.

Müller reist wenige Stunden nach dem Rennen nach Berlin, wo ab Mitte Woche Formel-E-Rennen ausgetragen werden.