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Sport-News heute«Immer unglücklicher» — Radprofi Dumoulin legt Pause ein

Kim und Totsuka triumphieren in Laax, Hablützel bester Schweizer +++ Skiakrobat Roth erneut auf dem Podest +++ Biathlon-Staffel verpasst Top Ten +++ Skispringer auf Platz 7 +++ Weitere Corona-Fälle beim FC Luzern +++

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Snowboard: Kim und Totsuka triumphieren in Laax

Am Samstag war die Snowboard-Weltelite im Bündnerland im Einsatz. Beim Laax Open standen bei den Männern drei Schweizer im zwölfköpfigen Teilnehmerfeld des Halfpipe-Finals, doch weder Pat Burgener noch Jan Scherrer oder David Hablützel schafften es auf das Podest. Lediglich Hablützel gelang zumindest ein sauberer Lauf, der ihm Platz 6 einbrachte. Direkt hinter ihm klassierte sich Scherrer, der in beiden Läufen beim letzten Sprung in den Schnee greifen musste. Es kann auch eine Kopfsache gewesen sein, war er doch im Probedurchgang am Nachmittag schon gestürzt. Burgener misslangen beide Durchgänge, er landete auf dem vorletzten Platz.

Der Sieg in der grössten Halfpipe der Welt ging an den Japaner Yuto Totsuka, der mit seinem zweiten Run ein Riesen-Spektakel ablieferte und dem Australier Scotty James den Sieg entriss. Ruka Hirano aus Japan wurde Dritter.

Bei den Frauen krönte sich Chloe Kim zum dritten Mal zur Halfpipe-Queen am Crap Sogn Gion. Die erst 20-jährige Amerikanerin stand nach zwei Jahren Wettkampfpause nach ihrem Knöchelbruch erstmals wieder in einem Contest am Start. Mit einem starken zweiten Durchgang gewann Kim mit 89,75 Punkten überlegen vor den Japanerinnen Mitsuki Ono (76,50) und Sena Tomita (75,50). Schweizerinnen waren im Final keine am Start. (tzi)

Rad: «Immer unglücklicher» — Dumoulin legt Pause ein

Der ehemalige Giro-Sieger und Zeitfahr-Weltmeister Tom Dumoulin wird sich überraschend eine Pause vom professionellen Strassenradsport nehmen. «Ich habe gestern die Entscheidung getroffen. Das Team unterstützt mich dabei, und es fühlt sich wirklich gut an», sagte der 30-jährige Niederländer in einem am Samstag auf der Website seines Teams Jumbo-Visma veröffentlichten Video-Statement. «Es ist, als ob ein Rucksack von hundert Kilo von meinen Schultern gerutscht ist», ergänzte Dumoulin.

Ob und wann Dumoulin, der das Trainingslager in Spanien am Samstag verliess, ins Renngeschehen zurückkehrt, liess er vorerst offen. Er habe noch keine Zeit gehabt, die Frage zu beantworten, ob er überhaupt noch Radprofi sein wolle. «Ich wurde immer unglücklicher. Um Antworten auf meine Fragen zu finden, nehme ich jetzt erst mal eine Auszeit.» (dpa)

Pause oder baldiger Rücktritt? Tom Dumoulin weiss nicht, ob er noch Radprofi sein will.
Pause oder baldiger Rücktritt? Tom Dumoulin weiss nicht, ob er noch Radprofi sein will.
Foto: Marco Bertorello (AFP)

Ski Freestyle: Roth erneut auf dem Podest

Nächste Erfolgsmeldung aus dem Schweizer Aerials-Team: Noé Roth sprang beim Weltcup in Moskau auf Platz 3, nur der Russe Maxim Burow und der US-Amerikaner Christopher Lillis totalisierten mehr Punkte als der 20-jährige Zuger. Für Roth ist es der zweite Podestplatz der Saison nach Rang 3 vor einer Woche in Jaroslawl. (kai)

Skispringen: Schweiz auf Platz 7

Das Schweizer Quartett Andreas Schuler, Sandro Hauswirth, Dominik Peter und Gregor Deschwanden klassierte sich im Teamwettbewerb von Lahti vor Finnland und den USA auf dem 7. Rang. Eine starke Leistung zeigte dabei Deschwanden im zweiten Durchgang, als er auf 123,5 m segelte.

Den Tagessieg holten sich die Norweger, die Polen und Deutschland auf die Plätze 2 und 3 verwiesen. (kai)

Biathlon: Schweizer Staffel verpasst Top Ten

Ohne Teamleader Benjamin Weger musste sich die Schweiz beim Weltcup im italienischen Antholz über 4 x 7,5 km mit Rang 11 begnügen. Sebastian Stalder, Jeremy Finello, Serafin Wiestner und Niklas Hartweg verloren knapp dreieinhalb Minuten auf die Franzosen, die sich vor Norwegen und Russland durchsetzten.

Der 20-jährige Hartweg blieb im Schiessstand fehlerlos, seine Teamkollegen mussten je dreimal nachladen. Weger wurde für das Massenstartrennen vom Sonntag geschont.

Das Massenstartrennen der Frauen über 12,5 km, bei dem keine Schweizerinnen am Start waren, gewann die Französin Julia Simon. (kai)

Fussball: Weitere Corona-Fälle bei Luzern

Die erste Mannschaft des FC Luzern, die seit vergangener Woche in Quarantäne ist, beklagt weitere Corona-Fälle. Eine Testreihe ergab neue positive Resultate, weshalb die Quarantänemassnahmen für die betroffenen Spieler verlängert wurden. Dies teilten die Zentralschweizer auf ihrer Website mit.

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen hat der FCL bei der Swiss Football League eine Verschiebung der Partie gegen Vaduz am kommenden Samstag beantragt. (kai)

Skicross: Fanny Smith holt Podestplatz, auch Jonas Lenherr brilliert

Auch im zweiten Rennen von Idre fährt die Schweizer Skicrosserin Fanny Smith aufs Podest. Am Mittwoch hatte es noch zum Sieg gereicht, am Samstag klassierte sich die Weltcup-Führende nun auf dem 3. Rang. Talina Gantenbein, vor drei Tagen noch Dritte, schied ebenso wie Sanna Lüdi im Viertelfinal aus. Vor Smith jubelten mit Alizée Baron und Marielle Berger Sabbatel zwei Französinnen auf dem Podest.

Bei den Schweizer Männern darf Jonas Lenherr feiern. Der 31-Jährige, der die Top 3 beim ersten Rennen in Idre noch knapp verpasst hatte, fuhr diesmal auf den 2. Rang. Für Lenherr ist es der erste Podestplatz seit Dezember 2019. Dahinter belegte Ryan Regez als zweitbester Schweizer den 5. Rang. Der Sieg ging an den Kanadier Reece Howden. (lai)

Bob: Kuonen überzeugt als Achter

Für Michael Kuonen war das Rennen in Königssee am Samstag erst sein zweiter Weltcup-Start, seit er vom Anschieber zum Piloten umstieg. Der 29-Jährige zeigte in Oberbayern zusammen mit seinem Anschieber Marco Tanner zwei starke Läufe. Das Duo platzierte sich mit 1,4 Sekunden Rückstand auf Rang 8. Der zweite Schweizer Bob von Simon Friedli fuhr auf den 16. Platz. Der Tagessieg ging einmal mehr an den Deutschen Francesco Friedrich. (tzi)

Langlauf: Norweger dominieren, Cologna läuft auf den 7. Rang

Norwegens Langläufer haben nach fast zweimonatiger Corona-Weltcup-Pause gleich dominiert. Beim Skiathlon im finnischen Lahti siegte Emil Iversen am Samstag vor gleich drei norwegischen Landsleuten. Von den Schweizern hielt Dario Cologna am besten mit: Der Bündner wurde dank einer starken Leistung Siebter und hatte nach insgesamt 30 Kilometern einen Rückstand von 32,8 Sekunden auf den Sieger. Mit Jason Rüesch (19.) und Jonas Baumann (27.) klassierten sich zwei weitere Schweizer unter den Top 30.

Im Frauen-Rennen, das ohne Schweizer Beteiligung stattfand, dominierten ebenfalls die Norwegerinnen. Therese Johaug setzte sich vor ihren Teamkolleginnen Helene Marie Fossesholm und Heidi Weng durch. (lai/dpa)

Eishockey: ZSC holt US-Stürmer Lasch

Namhafter Zuzug für die ZSC Lions: Um den Ausfall von Chris Baltisberger (Saisonende wegen Unterschenkelfraktur) zu kompensieren, verpflichten sie den 34-jährigen US-Flügel Ryan Lasch für den Rest der Saison als fünften Ausländer. Die Zürcher dürfen in diesem Winter wegen des Abgangs von Pius Suter in die NHL trotz gültigen Vertrags fünf Ausländer einsetzen. Lasch ist ein Topstürmer, skorte in Schweden in acht Saisons in 393 Spielen 348 Punkte und spielte zuletzt beim finnischen Lahti (37 Punkte in 26 Spielen). 2016/17 wurde er in seiner bisher einzigen Schweizer Saison gleich Meister mit dem SC Bern. Gemäss Sportchef Sven Leuenberger soll Laschs Verpflichtung wegen der Versicherungsleistungen für den Ausfall Baltisbergers kostenneutral sein. (sg.)

Ryan Lasch stösst zu den ZSC Lions.
Ryan Lasch stösst zu den ZSC Lions.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)
Basketball: Clint Capela glänzt auch gegen Minnesota

Die Atlanta Hawks holten dank dem Genfer Clint Capela den dritten Sieg in Folge: Der Center spielte wie schon im Spiel gegen die Pistons vom Mittwoch überragend und holte gar das erste Triple Double seiner Karriere. Der 26-Jährige verbuchte beim 116:98-Erfolg gegen Minnesota 13 Punkte, 19 Rebounds und 10 Blocks. Zweistellige Werte in diesen drei Kategorien waren einem NBA-Spieler zuletzt im März 2018 gelungen. Klar, dass Capela deshalb von allen Seiten gelobt wird. «Was er heute geleistet hat, ist unglaublich», sagte Teamkollege Trae Young, der selber 43 Punkte beigetragen hatte. (lai)

Fussball: Gladbach-Captain über Embolo: «Dafür muss er geradestehen»

Captain Lars Stindl erwartet von seinem Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach eine Strafe für Mitspieler Breel Embolo. Der 23-jährige Schweizer war am vergangenen Wochenende nach dem 2:2 beim VfB Stuttgart noch in der Nacht zum Sonntag nach Essen gefahren, um dort nach eigener Aussage Basketball zu schauen. «Das geht in der aktuellen Pandemie-Lage nicht», sagte Stindl nach dem 4:2 der Gladbacher am Freitagabend gegen Borussia Dortmund.

Breel Embolos nächtlicher Ausflug ist noch nicht vergessen.
Breel Embolos nächtlicher Ausflug ist noch nicht vergessen.
Foto: Keystone/DPA

«Natürlich hat er einen Fehler gemacht. Dafür muss er geradestehen und auch eine Strafe bekommen», sagte Stindl weiter, schränkte aber ein: «Alles andere sind Vermutungen.» Die Polizei Essen geht nämlich davon aus, dass Embolo an einer illegalen Party teilnahm und von dort über ein Dach in eine angrenzende Wohnung floh, nachdem die Polizeibeamten zur Party gerufen worden waren. Embolo bestreitet dies. Die Polizei hatte ihn in besagter Wohnung angetroffen. (dpa)

Football: 22'000 Fans bei der Superbowl im Stadion

Bei der Superbowl sollen in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie 22'000 Fans live im Stadion dabei sein dürfen. 7500 davon seien bereits geimpfte Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen, die die Tickets als Dank für ihren Einsatz in der Pandemie kostenlos erhielten, teilte die US-Football-Liga NFL am Freitag mit. Zusätzlich sollen 14'500 weitere Fans unter Einhaltung von strikten Schutzmassnahmen live bei dem Sport-Grossereignis im Stadion dabei sein. Die diesjährige Superbowl ist für den 7. Februar (Ortszeit/8. Februar MEZ) angesetzt. Um den Finaleinzug spielen derzeit im Playoff noch die Tampa Bay Buccaneers gegen die Green Bay Packers sowie die Buffalo Bills gegen die Kansas City Chiefs. (dpa)

Tennis: Murray nicht am Australian Open

Der frühere Weltranglisten-Erste Andy Murray hat seine Teilnahme am Australian Open abgesagt. Vor einer Woche hatte der 33-jährige Schotte bekanntgegeben, dass er positiv auf Corona getestet worden war. Deshalb konnte er nicht mit einer der Charter-Maschinen nach Australien fliegen und sich dort in die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne begeben.

Er sei «am Boden zerstört und enttäuscht», dass er nicht am Australian Open starten könne, sagte Murray am Freitag, aber es sei nicht möglich gewesen, die Quarantäne-Regelungen noch einzuhalten. Das erste Grand-Slam-Turnier der neuen Saison soll am 8. Februar beginnen. Der fünfmalige Australian-Open-Finalist (2010, 2011, 2013, 2015 und 2016) hatte für dieses Jahr eine Wildcard erhalten. (dpa)

Fussball: Ruben Vargas fällt aus

Der FC Augsburg muss im wichtigen Heimspiel gegen Union Berlin am Samstag auf den Schweizer Offensivspieler Ruben Vargas verzichten. Der 22-jährige Nationalspieler war beim 0:1 gegen den FC Bayern München unter der Woche umgeknickt und musste in der Schlussphase ausgewechselt werden. Wie Trainer Heiko Herrlich am Freitag berichtete, hat die Untersuchung eine «strukturelle Verletzung» bei Vargas ergeben. «Auf jeden Fall» falle er für dieses Wochenende aus. Ziel sei es, Vargas vielleicht wieder gegen Borussia Dortmund in einer Woche einsetzen zu können. (dpa)

Der Schweizer Ruben Vargas hat sich im Spiel gegen Bayern München verletzt.
Der Schweizer Ruben Vargas hat sich im Spiel gegen Bayern München verletzt.
Foto: Stefan Puchner (Keystone/DPA)
Football: Quarterback-Superstar Mahomes wieder fit

Quarterback Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs kann nach seiner Gehirnerschütterung im Final der American Football Conference gegen die Buffalo Bills wieder spielen. Das teilte die National Football League am Freitag mit. In der Partie gegen die Cleveland Browns am vergangenen Sonntag war Mahomes nach einem Schlag auf den Hinterkopf ausgewechselt worden. Mahomes war beim Super-Bowl-Sieg in der vergangenen Saison zum wertvollsten Spieler des Finals gewählt worden. (dpa)

Snowboard: Schweizer nicht bei den Besten

Die Schweizer Snowboarder mussten beim Laax Open im ersten Slopestyle-Weltcup der Saison eine Enttäuschung hinnehmen. Das Quartett fiel vor allem durch Stürze auf. Bester Einheimischer war Moritz Boll als Siebter. Moritz Thönen (8.) Nicolas Huber (10.) und Jonas Bösiger (12.) verpassten einen Exploit ebenfalls.

Als Sieger durfte sich der Schwede Niklas Mattsson feiern lassen, der sich deutlich vor dem erstaunlichen Deutschen Leon Vockensperger und dem Norweger Marcus Kleveland durchsetzte.

Bei den Frauen konnte sich keine Schweizerin für den Final qualifizieren. Der Sieg ging an Jamie Anderson. Die Favoritin aus den USA gewann vor der Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott. (rom)

Biathlon: Finello schneller als Weger

Beim Weltcup im italienischen Antholz konnte Benjamin Weger seinen Exploit vom Massenstart-Rennen in Oberhof nicht wiederholen. Der 31-jährige Walliser musste sich im Südtirol beim Einzel-Wettkampf über 20 Kilometer mit dem 20. Rang begnügen. Damit war er nicht bester Schweizer, denn der Genfer Jeremy Finello lief auf Rang 17. Überlegener Sieger war der Russe Alexander Loginow.

Beim letzten Weltcup-Wettkampf vor den Weltmeisterschaften im slowenischen Pokljuka (11. bis 21. Februar) geht es am Samstag mit dem Massenstart der Frauen und der Männer-Staffel weiter. (rom/dpa)

Eishockey: Slowakei will nun doch Co-Veranstalter der WM 2021 sein

Der slowakische Eishockey-Verband hat bestätigt, mit dem Weltverband IIHF über eine Mitveranstaltung der Weltmeisterschaft 2021 zu verhandeln. «Wir wollten der Eishockeywelt zeigen, dass wir in Krisensituationen fähig und bereit sind zu helfen», begründete Präsident Miroslav Satan am Freitag den Sinneswandel in einer Mitteilung auf der Internetseite des slowakischen Verbandes (SZLH).Noch vor wenigen Tagen hatten Satan und der Verband auffallendes Desinteresse gezeigt, nachdem IIHF-Präsident René Fasel die Slowakei und Dänemark als mögliche Partner Lettlands für die diesjährige Eishockey-WM genannt hatte. (dpa)

Fussball: Real-Trainer Zidane positiv getestet

Der Trainer des in einer sportlichen Krise steckenden spanischen Rekordmeisters Real Madrid, Zinédine Zidane, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Verein am Freitag mit. Zum Zustand des 48-jährigen Franzosen wurde zunächst nichts bekannt. Damit kann Zidane sein Team beim Liga-Spiel gegen den Tabellen-17. Deportivo Alavés am Samstag sicher nicht coachen. (dpa)