«Von den Typhus- und Malariafällen wussten wir nichts»

Die Schweiz erhält selbst bei gefährlichen Krankheiten nötige Informationen aus der EU nicht mehr. Das liegt an der Verhandlungsblockade.

Der letzte Ernstfall, bei dem die Schweiz Informationen der EU erhielt: Ein Techniker im Universitätsspital Genf nach dem Ebola-Ausbruch 2014. Bild: Keystone

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sieht die «nationale Sicherheit» im Gesundheitsbereich gefährdet, weil die Schweiz vom EU-Warnsystem im Gesundheitsbereich ausgeschlossen ist. Wie informiert sich das BAG über drohende Pandemien?
Wir erhalten ab und zu auf informellem Weg gewisse Informationen. Die Quellen kann ich nicht nennen. Aber wir können nie sicher sein, ob wir wirklich alles erfahren. Die EU-Behörde hält mit den Mitgliedsländern Telefonkonferenzen ab. Da werden konkrete Informationen über Epidemien und Massnahmen ausgetauscht, die uns fehlen. Wir wissen nicht mal, zu welchen Themen und wann solche Konferenzen stattfinden.

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