Transitplatz in Wileroltigen kommt vors Volk

Wileroltigen

Zwei Vorlagen kommen im Kanton Bern Anfang Februar 2020 vors Volk. Eine ist weniger umstritten als die andere.

Der umstrittene Transitplatz an der Autobahn in Wileroltigen kommt vors Volk. (Archivbild)

Der umstrittene Transitplatz an der Autobahn in Wileroltigen kommt vors Volk. (Archivbild)

(Bild: Adrian Moser)

Die Stimmberechtigten im Kanton Bern werden am 9. Februar 2020 über zwei Vorlagen abstimmen. Da ist zum einen der Wechsel der Gemeinde Clavaleyres zum Kanton Freiburg und zum anderen der Kredit für einen Transitplatz für ausländische Fahrende in Wileroltigen.

Der geplante Transitplatz wird insbesondere in Wilteroltigen und Umgebung heftig bekämpft. Die 3500-Seelen-Gemeinde habe 2017 bereits negative Erfahrungen mit ausländischen Fahrenden gemacht, betonen die Gegner des Platzes. Damals tauchte plötzlich eine Karawane von 200 Wohnwagen mit rund 500 Fahrenden auf, was zu Problemen führte.

Der jetzt geplante Platz an der Autobahn soll 36 Fahrzeuge mit rund 180 Personen beherbergen können. Der bernische Grosse Rat überwies im März einen Kredit von 3,3 Millionen Franken. Der Entscheid fiel mit 113 zu 31 Stimmen bei 4 Enthaltungen deutlich aus. Die Junge SVP ergriff erfolgreich das Referendum gegen den Grossratsentscheid.

Berner Enklave zum Kanton Freiburg

Weit weniger umstritten dürfte der Wechsel der kleinen Berner Enklave Clavaleyres zum Kanton Freiburg sein. Clavaleyres will mit der wesentlich grösseren Nachbargemeinde Murten fusionieren.

Die Bevölkerungen von Clavaleyres und Murten sprachen sich letzten Herbst für ein Zusammengehen aus. Die Fusion soll auf Anfang 2021 erfolgen. Clavaleyres hat rund 50 Einwohner, Murten zählt über 8000.

Clavaleyres ist als Enklave umgeben von freiburgischem und waadtländischem Kantonsgebiet. Die Kleinstgemeinde bekundete immer mehr Mühe, Leute für die öffentlichen Aufgaben zu finden. Auch die Finanzen bereiteten dem Dorf Sorgen. Fusionsbemühungen mit dem bernischen Münchenwiler scheiterten am Widerstand der Münchenwiler.

Eine allfällige Ersatzwahl in den Regierungsrat würde auch am 9. Februar stattfinden. Die Ersatzwahl ist nötig, falls ein Mitglied des Regierungsrates in die Bundesversammlung gewählt würde.

tag/sda

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