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Thurgauerin vermisst Attentäter Amri

Der IS-Terrorist, der einen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt steuerte, hatte einer 23-jährigen Schweizerin einen Heiratsantrag gemacht. Sie glaubt an seine Unschuld.

oli
Im Visier: Anis Amris telefonische Kontakte. (Archiv)
Im Visier: Anis Amris telefonische Kontakte. (Archiv)
BKA
Der 24-jährige Tunesier wurde zwei Stunden später bei einer Polizeikontrolle erschossen.
Der 24-jährige Tunesier wurde zwei Stunden später bei einer Polizeikontrolle erschossen.
Daniele Bennati, Keystone
Anis A. hatte am 19. Dezember in Berlin zwölf Menschen umgebracht: Der von ihm eingesetzte Lastwagen. (20. Dezember 2016)
Anis A. hatte am 19. Dezember in Berlin zwölf Menschen umgebracht: Der von ihm eingesetzte Lastwagen. (20. Dezember 2016)
Markus Schreiber/AP, Keystone
Tatort Mailand: Italienische Forensiker untersuchen den Ort, an dem Amri erschossen worden ist.
Tatort Mailand: Italienische Forensiker untersuchen den Ort, an dem Amri erschossen worden ist.
Daniele Bennati, Keystone
Der Tunesier war laut Innenminister Marco Minniti von einer Polizeistreife angehalten worden und hatte sich eine Schiesserei mit den Beamten geliefert.
Der Tunesier war laut Innenminister Marco Minniti von einer Polizeistreife angehalten worden und hatte sich eine Schiesserei mit den Beamten geliefert.
Daniele Bennati, Keystone
Zur Schiesserei sei es gekommen, weil sich Anis Amri geweigert habe seine Papiere zu zeigen.
Zur Schiesserei sei es gekommen, weil sich Anis Amri geweigert habe seine Papiere zu zeigen.
Daniele Bennati, Keystone
Bei der Schiesserei wurde ein Polizist in die Schulter getroffen, er ist nicht in Lebensgefahr.
Bei der Schiesserei wurde ein Polizist in die Schulter getroffen, er ist nicht in Lebensgefahr.
Daniele Bennati, Keystone
Sicherheitskräfte sperren den Tatort ab.
Sicherheitskräfte sperren den Tatort ab.
Daniele Bennati, Keystone
Es bestehe «nicht der Schatten eines Zweifels» an der Identität des Getöteten, sagte der italienische Innenminister Minniti vor den Medien.
Es bestehe «nicht der Schatten eines Zweifels» an der Identität des Getöteten, sagte der italienische Innenminister Minniti vor den Medien.
Gregorio Borgia, Keystone
Sie will keine Anzeichen der Radikalisierung gesehen haben: Nur al-Huda Hassani, die Mutter des Terrorverdächtigen, posiert in ihrem Zuhause in Tunesien mit einem Bild ihres Sohnes. (22. Dezember 2016)
Sie will keine Anzeichen der Radikalisierung gesehen haben: Nur al-Huda Hassani, die Mutter des Terrorverdächtigen, posiert in ihrem Zuhause in Tunesien mit einem Bild ihres Sohnes. (22. Dezember 2016)
Mohamed Messara, Keystone
Hier war Anis Amri offenbar gemeldet: Sicherheitskräfte durchsuchen ein Flüchtlingsheim in Emmerich, Nordrhein-Westfalen. (22. Dezember 2016)
Hier war Anis Amri offenbar gemeldet: Sicherheitskräfte durchsuchen ein Flüchtlingsheim in Emmerich, Nordrhein-Westfalen. (22. Dezember 2016)
Keystone
Der gesuchte Tunesier soll in Italien vier Jahre im Gefängnis gesessen haben: Fahndungsplakat des BKA.
Der gesuchte Tunesier soll in Italien vier Jahre im Gefängnis gesessen haben: Fahndungsplakat des BKA.
BKA
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Anis Amri, der am Weihnachtsmarkt in Berlin zwölf Menschen tötete, hatte über Facebook Kontakt zu 140 Frauen. Das berichtet das ZDF-Magazin «Frontal21». Eine 29-jährige Thurgauerin fand ihn so sympathisch, dass sie im Video-Chat mit ihm sogar ihren Gesichtsschleier ablegte. «Er war mir gleich sympathisch. Wir haben viel zusammen gelacht», sagt die Tochter einer Thailänderin und eines Schweizers zur «Bild».

Soll auf Facebook von Heiratsangeboten «terrorisiert» worden sein: Die zum Islam konvertierte Thurgauerin Fatima A.
Soll auf Facebook von Heiratsangeboten «terrorisiert» worden sein: Die zum Islam konvertierte Thurgauerin Fatima A.

Die Thurgauerin Fatima A. konvertierte 2015 zum Islam. Amri soll ihr einen Heiratsantrag gemacht haben. Sie sagt, sie habe abgelehnt: «Das ging mir alles viel zu schnell. Ich wollte noch single bleiben».

«Ich vermisse ihn sehr»

Zuletzt habe das Paar vor Weihnachten telefoniert. Fatima A. kann sich nicht mehr daran erinnern, ob das vor oder nach dem Anschlag war. «Er rief gegen 23 Uhr an und wollte mich treffen. In einem Hotel. Aber ich wollte das nicht.» Amri habe traurig geklungen.

Der «SonntagsZeitung» sagte Fatima A. im Februar, sie glaube nicht, dass der Anschlag in Berlin echt gewesen sei. Der Zeitung «Bild» sagt sie nun: «Ich vermisse ihn. Er war ein guter Mensch.»

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