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Senioren helfen Senioren

Pro Senectute und die Büro-Spitex wenden sich ebenfalls an rüstige Rentner.

Die Vermittlung von rüstigen Rentnern an bedürftige Rentner ist etwas, das die Pro Senectute schon lange kennt. Pen­sionierte Treuhänder und Buchhalter helfen alten Menschen, Rechnungen zu bezahlen, kontrollieren Abrechnungen von Versicherungen, stellen Anträge auf Ergänzungsleisten, und füllen Steuer­erklärung aus. Pro Senectute arbeitet dafür mit Freiwilligen zusammen. Doch es harzt mit dem Nachwuchs. «Es ist ­etwas schwieriger geworden, neue Freiwillige zu finden», sagt Ursina Iselin, Teamleiterin Treuhanddienst bei Pro Senectute Kanton Zürich. «Die Pensionäre wollen flexibel bleiben.» Dies lasse sich nicht immer mit Verpflichtungen vereinbaren. Im Treuhanddienst der Pro Senectute begleiten allein in Zürich 330 Freiwillige 550 Kunden. Wie viel diese bezahlen müssen, ist vermögens­abhängig. «Leute, die Ergänzungsleistungen beziehen, bezahlen nichts», sagt ­Ursina Iselin. Bei den andern beläuft sich die Rechnung auf einen Betrag ­zwischen 1000 und 3000 Franken pro Jahr. Die Freiwilligen erhalten ihre ­Spesen rückvergütet.

Neu im Geschäft ist die Büro-Spitex. Gründer des Unternehmens sind Fabrice Volken und Evelyn Graf. Anders als die Pro Senectute bietet die Büro-Spitex Dienstleistungen für Jung und Alt an und beschäftigt in Zürich 21 Mitarbeitende. Innerhalb von zwei Jahren haben sie einen Stamm von 90 Kunden generiert. Volken versteht sich nicht als Konkurrenz zur Pro Senectute. «Wir sind eine Ergänzung, weil wir uns auch an wirtschaftlich stärkere Kunden richten.» Die Rechnung geht auf. Büro-Spitex hat in den Aargau, nach St. Gallen und nach Basel expandiert. Die Mitarbeitenden werden entlöhnt, die Kunden bezahlen zwischen 60 und 80 Franken pro Stunde, plus Spesen. «Ziel ist es, erschwinglich zu bleiben», sagt Volken.

Denise Marquard

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