Nackte Performer im Fotografenwald

Biel

Das umstrittene Body and Freedom Festival vom Wochenende hat viele Fotografierlustige in die Stadt Biel gelockt. Kritik wurde nur leise geäussert.

Performance vor einer Wand aus Objektiven: Die französische Gruppe Le Corps Collectif auf dem auf dem Bieler Zentralplatz.

Performance vor einer Wand aus Objektiven: Die französische Gruppe Le Corps Collectif auf dem auf dem Bieler Zentralplatz.

Am Freitag und Samstag präsentierten 18 Kunstschaffende aus der Schweiz und dem Ausland in der Bieler Innenstadt Nacktperformances. Solche Motive für Schnappschüsse gibt es ja nicht jeden Tag. Deshalb wurde vor Ort eifrig fotografiert.

Die Bandbreite der gezeigten Nacktperformances war gross: Die New Yorker Künstlerin Miru Kim schlief in einem weissen Bett, während der in Berlin lebende Lan Hungh einem Müllcontainer an der Marktgasse entstieg und mit bunter Kreide rätselhafte Nachrichten auf den Strassenboden schrieb. Performerin Glynis Ackermann schlenderte scheinbar selbstvergessen die Strasse entlang, während die Performance von Elya May und Alina Kopytsa an Gymnastik für Fortgeschrittene erinnerte.

Das vom Bieler Künstler Thomas Zollinger organisierte Nacktfestival hatte im Vorfeld für Proteste gesorgt. Während der Veranstaltung jedoch wurde Kritik nur leise geäussert. Manche Passanten schüttelten empört die Köpfe, sahen betreten zur Seite oder murmelten Schimpfworte. Die meisten aber zückten eifrig Smartphones und Fotoapparate. Die Performer agierten oft vor einem Wald aus Objektiven. Neben Neugierigen, die sich vor allem ein paar aussergewöhnlich Fotomotive erhofften, kamen auch viele Kunstfans, die sich ernsthaft interessiert an den Darbietungen zeigten.

ah

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